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Die Brombeere  - Rubus Fruticosus

Gesund, lecker und vielseitig: die Brombeere

BrombeereBrombeeren wachsen verbreitet an Wegesrändern und wer in ländlichen Gebieten wohnt, kann sie dort pflücken, sofern sie niemandem gehören.

Sicherer und schöner aber ist es, die süßen Früchte im eigenen Garten ernten zu können.

Hier kann man zudem aus den weltweit über zweitausend verschiedenen Sorten eine besonders große und wohlschmeckende Sorte kultivieren.

Die ursprüngliche Heimat der Brombeere ist in Europa, Nordafrika, Vorderasien und Nordamerika. Brombeeren gehören zu den Rosengewächsen und zeigen kleine, weiße Blüten, die denen der Rose ähnlich sind. Genau genommen handelt es sich bei der Brombeere nicht um eine Beere, sondern um eine Sammelsteinfrucht, da jede der kleinen Einzelbeeren einer Brombeere eine eigenständige kleine Steinfrucht ist.

Die Brombeere ist eine Kletterpflanze und benötigt daher eine Rankhilfe, sofern sie nicht an Bäumen oder Sträuchern emporwachsen kann. Die normalerweise sehr dornige Brombeere wird inzwischen auch als dornenfreie Züchtung angeboten.

Idealer Standort für die Brombeere

Der ideale Standort für die Brombeere ist sonnig und kann gelegentlich beschattet sein. Sie eignet sich hervorragend dazu, an der Grundstücksgrenze zum Nachbargarten gepflanzt zu werden und dort vielleicht sogar einen Maschendrahtzaun zu beranken. An den Boden stellt die Brombeere keine großen Ansprüche, gedeiht aber besser auf einem leicht sauren und durchlässigen Boden. Die ideale Zeit für die Pflanzung der Brombeere ist der Spätherbst oder das zeitige Frühjahr.

Pflege und Vermehrung der Brombeere

In jedem Frühjahr verbessert man den Boden um die Wurzel mit verrottetem Stallmist,  Kompost oder Mulch. Um einen übermäßig breiten Wuchs zu vermeiden, entfernt man im Frühjahr die äußeren, alten und erfrorenen Ruten der Brombeere. Unkraut, das sich um die Pflanze bildet, muss regelmäßig entfernt werden. Da die Brombeere viel Wasser benötigt, ist eine regelmäßige Wässerung vor allem bei warmer Witterung notwendig. Soll ein unnötiges Wuchern vermieden werden, so erzieht man die Brombeere zu einem gewünschten Wuchs, indem man sie an einem Spalier wachsen lässt und junge, vom Wuchs abweichende Triebe regelmäßig entfernt.

Die Vermehrung der Brombeere ist durch Absenker möglich. Dazu biegt man im Sommer eine Triebspitze zum Boden herunter und bedeckt sie in einer Mulde mit Erde. Wenn es bis zum Herbst zur Bewurzelung gekommen ist, trennt man die junge Pflanze von der Mutterpflanze ab und pflanzt sie an einen neuen Platz im Garten. Außerdem kann man die Brombeere durch Stecklinge vermehren, die man in einem Topf mit Gartenerde bewurzeln lässt.

Ernte und Aufbewahrung von Brombeeren

Brombeeren sind sehr vitaminreich und daher ausgesprochen gesund. Im Sommer, wenn die Früchte ihre dunkle Farbe erreicht haben, kann man sie ernten und frisch verspeisen. Der frische Verzehr der Brombeeren ist übrigens am gesündesten, da die Brombeeren unbehandelt den höchsten Vitamin C Gehalt vorweisen.

Die Brombeeren lassen sich darüber hinaus zu Marmelade, Gelee, Kompott oder Saft, aber auch Wein verarbeiten und können so über lange Zeit aufbewahrt werden. Die Blätter der Triebspitzen ergeben frisch und getrocknet einen gesunden und wohlschmeckenden Tee.

Lagerung von Brombeeren

Brombeeren sollten nach der Ernte in jedem Fall vor Sonneneinstrahlung geschützt und am Besten kühl und lose ausgebreitet gelagert werden. Die Brombeeren nach der Ernte so bald als möglich verbrauchen, da sie sonst Ihre wertvollen Vitamine rasch verlieren können. Übrigens: Wurden Brombeeren unreif geerntet, so reifen sie später nicht nach.

Heilwirkung der Brombeeren

Getrocknete Brombeerblätter gut zerkaut helfen gegen Sodbrennen. Darüber hinaus sagt man den Brombeeren eine krebshemmende und entgiftende Wirkung aufgrund der enthaltenen Ellagsäure nach. 

Der aus Brombeerenblättern gewonnene Brombeersud hilft gegen Heiserkeit, Husten, Schnupfen, und Katarrh. Der Brombeersud kann ganz einfach und schnell zubereitet werden. Man nehme eine Handvoll junger oder 2 Teelöffel getrockneter Brombeerblätter und übergießt diese mit einem Viertel abgekochtem Wasser. Diesen Brombeersud ca. 5 Minuten ziehen lassen und dann durch ein Sieb abseihen.  Mit diesem Brombeersud kann wahlweise gegurgelt oder aber in abgekühlter Form eine Kompresse gegen unreine Gesichtshaut hergestellt werden.

Vorsicht ist bei Menschen hingegen geboten, die unter Stoffwechselerkrankungen leiden, da die Brombeeren einen recht hohen Oxalsäuregehalt aufweisen.

Schon probiert? Schmackhafter Brombeer-Ketchup selbst gemacht

Man nehme 1 Kilo reife Brombeeren, 500 Gramm Zucker, ein Viertel Liter Weinessig und einen Tellöffel Zimtpulver und Nelkenpulver, sowie ein wenig Piment. Diese Mischung kocht man circa zwei Stunden langsam ein und reduziert die Flüssigkeit auf kleiner Kochstufe.

Danach füllt man den Brombeerketchup in heiße Einweckgläser oder Glasflaschen und verschließt diese umgehend. Guten Appetit! Brombeer-Foto: Dieter Schütz, pixelio.de

Weitere volkstümliche Namen der Brombeere

Brambeere, Bramel, Brämel, Brombesing, Bromedorn, Bromelbeere, Brumenbeere, Braunbeere, Frombeere, Hirschbollen, Kratzbeere, Kratzelbeere, Moren, Nurr, Rahmbeere

Buchtipp zum Thema Brombeere:

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