Buche, Fagus
Diese schönen Bäume zählen zur Familie der Buchengewächse. In Europa gibt es insgesamt 2 Arten, die Rotbuche - zu Latein Fagus sylvatica - sowie die Orientbuche - Fagus orientalis. In Amerika und Asien, sowie in der gemäßigten, nördlichen Zone auf dem Kontinent Europa finden sich insgesamt 8 bis 11 unterschiedliche Arten.
Die größte Artenvielfalt findet sich allerdings in Ostasien. Buchen gibt es schon Millionen von Jahren, sie bestehen bereits seit dem Teritär. Früher - vor etwa 10 Millionen Jahren - traten sie sogar vermehrt auf, dies bedeutet für unsere Entwicklung, dass eine langsame Abkühlung in gewissen Regionen statt fand.
Pflanzung und Pflege der Buche
Als Standort bevorzugen sie Sonne bis Schatten, der Boden sollte sandig-lehmig bis lehmig und schwach-sauer bis alkalisch sein. Buchen sind Herzwurzler.
Sie sind sommergrün und haben eine glatte, silbergraue Rinde. Nur selten bildet sich im Alter eine schwache Borke. Die elastischen Äste sind langgestreckt und verzweigen sich zu vielen feinen Zweigen. Am Ende dieser Zweige sitzen rehbraune Knospen, die sich im Frühjahr strecken, bis sich die Blätter aus den Knospenhüllen schieben. Die Blätter sind wechselständig und eiförmig, und sie wachsen so dicht, dass Buchen starken Schatten spenden.
Interessant erscheint, dass die Buchen vom Wind bestäubt werden. Im Mai blühen Sie - die Blüten sind grünbraun und eher unauffällig. Wer allerdings einen Buchenbaum im Garten oder nur in der Nähe hat, kennt das Übel. Die kleinen Blüten finden sich plötzlich überall. Ganze Berge von welken Blüten können sich ansammeln.
Die Bucheckern enthalten 45 bis 50 % Öl, aus 100 kg können 30 l Speiseöl gewonnen werden. Sie sind roh essbar, allerdings sollten größere Mengen nicht verzehrt werden, da sie das schwach giftige Trimethylamin (Fagin) enthalten. Das Speiseöl ist frei von Fagin.
Schädlinge und Krankheiten der Buche
Schädlinge: Buchenwollschildlaus, Buchenspringrüssler, Buchen-Streckfuß, Buchen-Zahnspinner, diverse Pilze (Phytophtora, Neonectria ditissima, Neonectria faginata)
Krankheiten: Rindennekrose, Blattbräune, Buchenkrebs, Krebs (Nectria galligena), Maserkopf, Buchenblattgallmücke
In der Heilkunde kommt die Buche weniger zum Einsatz, aber mit der Rinde kann bei Erkältungen Linderung erzielt werden. Und die Blüte wird als Bachblüte „Beech" verwendet.
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