Die Geschichte der Tanne

Bedeutung und Heilwirkung der Tanne

Bereits die alten Germanen schätzten unsere alt bekannte Tanne sehr, denn sie war, so glaubten die Germanen, der Wohnsitz der Erntegeister. So ist es wenig überraschend, dass die Tanne von den Germanen verehrt und sie um eine gute und reiche Ernte gebeten wurde. Als Geschenk brachte man der Tanne kleine Gaben mit und hängte sie an die Zweige. Aus diesem Brauch entstand das Weihnachtsbaumschmücken, das in seiner Urform so rein gar nichts mit dem Christentum zu tun hatte, da dies ein heidnischer Brauch war.

Der geschmückte Tannenbaum wurde erst ab dem 16. Jahrhundert in die gute, alte Stube geholt. Zuvor kannte man den geschmückten Weihnachtsbaum im Wohnraum noch gar nicht.

Die Tanne: nicht nur dekorativ, sondern auch heilend!

Nicht nur für den Weihnachtsbrauch ist die Tanne unerlässlich; früher nutzten die Menschen ebenso ihr Harz, um es für die Mund- und Zahnpflege , wie ein Stück Kaugummi, zu kauen. Bei sibirischen Bewohnern kann man noch heute ähnliche Gewohnheiten  beobachten, nur mit einem Unterschied: sie kauen das Harz von Zedern (!) und haben oft bis ins hohe Alter hinein vorzeigbare und gesunde Zähne!

Harz für gesunde Zähne und Tannenzapfen gegen Husten - die Tanne ist ein echtes Allheilmittel. Die unreifen  Tannenzapfen, Tannentriebe und Zucker wurden zu einem zähflüssigen Hustensirup verkocht, der hervorragend gegen Husten half. Wer in den kalten Herbst- und Wintermonaten Probleme mit den Bronchien hatte, griff gerne auf diesen Tannensirup zurück, der den Husten behob.

Zusätzlich kann man ätherisches Tannennadelöl einsetzen, um Erkältungen zu beheben. Das Tannenöl wirkt aber auch gegen Verstauchungen, Zerrungen und nervöse Erschöpfungszustände.

Die Tanne ist sicherlich wesentlich mehr als nur ein „gemeiner Sichtschutz". Seit Jahrhunderten wird der grüne Baum nicht nur wegen seiner heilenden Wirkung und schönen Form geschätzt, auch Weihnachten wäre ohne diesen dekorativen Baum undenkbar!


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