Ginster, Genista
Der Ginster gehört zur Familie der Schmetterlingsblütler und man erkennt ihn an seinen drahtigen Zweigen und den kleinen Blättchen, und zusätzlich von Frühlingsende bis Sommerbeginn an seinen zahlreichen gelben Schmetterlingsblüten.
Ginster ist sehr pflegeleicht, gedeiht auch auf kargen, trockenen Böden (lehmig-sandig, kalk- und nährstoffarm) und verträgt Sonne. Auch in der Pflege ist er sehr anspruchslos, er benötigt nur mäßig Wasser und kaum Dünger. Er ist winterhart und laubabwerfend.
Ginsterarten
Die einzelnen Arten unterscheiden sich hauptsächlich durch ihre Wuchsform. Manche sind aparte Solitärsträucher, andere eignen sich als Bodendecker vor allem in Steingärten. Am bekanntesten bei uns ist der Besenginster, ein aufrechter Strauch mit besenartigen, zarten, gebogenen Zweigen.
Herkunft des Ginster
Ursprünglich stammt der Ginster aus dem Mittelmeerraum, aber auch in Mitteleuropa sind einige Arten heimisch. Man findet ihn auf Heiden, an Wegen und Kahlschlägen, und verschiedene Arten und Züchtungen wachsen als Ziersträucher in Gärten.
Durch die verschiedenen Züchtungen findet man inzwischen nicht mehr nur Ginster mit gelben Blüten, sondern auch die Blütenfarben orangebraun, rot, rosa oder cremeweiß. Interessant bei den Blüten des Ginsters erscheint der so genannte Klapp- oder Schnellmechanismus.
Es sind Pollen- oder Schmetterlingsblumen, das bedeutet, dass sie von Bienen und Hummeln bestäubt werden. Aber auch eine Art von Selbstbestäubung ist gängig. Die Ausbreitung der Hülsenfrüchte erfolgt durch die Schleuderfrüchte, die das Gewächs selbst produziert und dann abstoßt.
Beschreibung des Ginster
Je nach Art erreicht der Ginster eine Höhe von 0,50 bis 1,50 m und eine Breite von 0,90 - 2,4 m. Im Alter bildet er eine Pfahlwurzel aus.
Hinweis: Alle Pflanzenteile des Ginster sind giftig!
Anbau und Vermehrung von Ginster
Containerpflanzen werden zwischen Herbst- und Frühlingsmitte in leichten, durchlässigen Boden an sonnige Standorte gesetzt. Um eine stärkere Verzweigung anzuregen, werden an Jungpflanzen die Vegetationspunkte nach der Blüte abgenknipst; an Altpflanzen empfiehlt sich ein Zurückschneiden wild wuchernder Triebe nach der Blüte.
Kahle Stellen sollten nicht zu sehr gekürzt werden, da hier noch ein Austrieb erfolgen kann. Der Schnitt sollte überhaupt nicht zu stark sein, da notfalls auch im Frühling noch nachgebessert werden kann.
Zur Vermehrung werden im Spätsommer von den Seitentrieben halbreife Stecklinge abgetrennt.
Schädlinge und Krankheiten sind beim Ginster nicht bekannt.
- Gartenbeleuchtung...
- Einen Kompost anlegen...
- Neue gefährliche Stechmücke in Europa: Asiatische Buschmücke...
- Rhododendron, Ericaceae...
- Gehölze im Herbst schneiden...
- Winterjasmin, Winterginster, Jasminum nudiflorum...
- Fingerstrauch, Potentilla fruticosa...
- Großer Federbuschstrauch, Fothergilla major...
- Stachelbeere, Klosterbeere, Ribes uva crispa...
- Obstbäume und Beerensträucher im Herbst pflanzen...
| ← Ginko, Ginko biloba | Großer Federbuschstrauch, Fothergilla major → |
|---|








