Haselnuss, Haselnussstrauch, Corylus avellana
An der Gemeinen Hasel wachsen leckere Nüsse
Gemeine Hasel, so lautet der Name des Haselnussstrauchs, der auch in den etwas raueren Klimazonen Mitteleuropas gut gedeiht. Er trägt den botanischen Namen Corylus avellana und unterscheidet sich von dem Lamberts-Haselnussstrauch, der in gemäßigten Klimazonen besser gedeiht, vor allem durch seine Robustheit, aber auch durch den Kelch, der die Nuss im Gegensatz zur Lamberts-Haselnuss nicht vollständig umschließt.
Der Haselnussstrauch wird ungefähr vier bis fünf Meter hoch und dehnt sich genauso in der Breite aus, wenn man ihn nicht beschneidet. Der Strauch wirft im Winter sein Laub ab und entwickelt in dieser Zeit hübsche Kätzchen. Der Gemeine Haselnussstrauch ist eine der wenigen Pflanzen, die einen feuchten und kühlen Sommer genießen, denn dann ist die Ernte an Haselnüssen besonders groß.
Idealer Standort des Haselnussstrauchs
Der Haselnussstrauch liebt einen halbschattigen und geschützten Standort und einen durchlässigen, aber feuchtigkeitsspeichernden Boden mit einem ph-Wert von 6. Der Boden sollte nicht zu üppig sein, da das ein starkes Wachstum des Haselnussstrauchs und einen geringen Ernteertrag zur Folge hätte.
Pflege und Vermehrung des Haselnussstrauchs
Die ideale Pflanzzeit für den Haselnussstrauch ist der Herbst oder der frühe Winter. Der Strauch sollte gut vier Meter Abstand zu seinen Nachbarn haben, damit er sich ausdehnen kann.
Die Vermehrung erfolgt durch Absenker oder Wurzelausläufer, die man im Winter mit dem Wurzelballen von der Hauptpflanze entfernt und in ein Anzuchtbeet pflanzt. Da die Haselnuss ein Windbestäuber und selbstfertil ist, taucht der Strauch manchmal ganz von selbst im Garten auf.
Die Erziehung zum richtigen Wuchs
Da gut aufgebaute Haselnussbüsche bessere Erträge bringen, sollte man sie zum richtigen Wuchs erziehen. Man lässt daher einen dickeren Stamm in der Mitte wachsen und nur acht bis zwölf Hauptäste. Wenn man die Leittriebe der jungen Pflanzen im Winter auf 50 Zentimeter kürzt, entwickeln sie kräftige Seitentriebe. Die Triebe im unteren Bereich des Stamms entfernt man vollständig. Kräftige Seitentriebe werden im Winter auf ein Drittel gekürzt. Im folgenden Winter entfernt man starke, aufrechte Triebe und die Spitzen der Seitensprosse.
Die längeren Seitensprosse bricht man im Spätsommer in der Mitte und lässt sie herabhängen, denn dadurch bilden sich mehr weibliche Blüten. Nachdem sich im Winter die Pollen gelöst haben, schneidet man die gebrochenen Sprosse auf drei bis vier Kätzchen zurück und entfernt alle alten und dicken Sprosse.
Ernte und Lagerung der Haselnüsse
Erstmals trägt ein Haselnussstrauch nach einigen Jahren Früchte. Die Haselnüsse erntet man, sobald ihre Hülle gelb wird. Danach werden die Nüsse getrocknet und an einem dunklen, kühlen Ort gelagert.
| ← Hartriegel, Hornstrauch, Cornus | Heidelbeere, Blaubeere, Vaccinium myrtillus → |
|---|








