Koniferen, Coniferales

Koniferen oder auch Nadelhölzer (Coniferales, häufig auch Pinales) gehören der Gruppe der nacktsamigen Pflanzen an. Das ist so zu verstehen, dass sich ihre Samenanlagen frei auf den Fruchtblättern befinden. Dadurch, dass die Samen nicht durch eine Hülle aus Fruchtblättern geschützt sind, erfolgt die Bestäubung und Vermehrung durch den direkten Kontakt von Pollenkorn und Samenanlage. Die Bestäubung erfolgt dadurch, dass der Wind die männlichen Pollen zu den weiblichen Pollen überträgt.

Bei Koniferen handelt es sich um mehrjährige Holzpflanzen. Das Blattwerk ist in der Regel nadelartig, bei einigen Sorten auch schuppenförmig.

Standort und Anspruch für Koniferen

In der Regel sind Koniferen keine besonders anspruchsvollen Pflanzen und sind ein ideales Gewächs für einen pflegeleichten Garten, da sie auch an ungünstigen Standorten gedeihen. Jedoch gedeihen die meisten Koniferen Arten am Besten, wenn ein sonniger Standort gewählt wird. Für feuchtere Böden und mäßige Böden eignen sich Tannen, Eiben, Fichte, Zypressen, Thuja und Lärche. Für trocknere und leicht saure Böden eignen sich Zedern, Wacholder und Kiefern.

Vermehrung von Koniferen

Eine Vermehrung von Koniferen ist durch eine Aussaat als auch durch Stecklinge möglich. Sollen Koniferen durch Aussaat vermehrt werden, ist es ratsam, im Herbst die Zapfen der Pflanzen zu sammeln. Durch Wärme öffnen sich die Zapfen und geben die Samen frei. Die Aussaat sollte dann im Frühjahr in einer Aussaatkiste auf der Fensterbank erfolgen. Wichtig ist dabei zu beachten, dass die Aussaat gut gewässert wird.

Pflege/Schnitt der Koniferen

Im Allgemeinen sollten Koniferen und Nadelgehölze nicht geschnitten werden, die meisten Arten von ihnen keinen radikalen Rückschnitt vertragen und am alten Holz auch nicht mehr neu austreiben. Lediglich besondere Formgehölze und Heckenpflanzen können geschnitten werden. Die Eibe (Taxus) beispielsweise ist nicht nur für eine Hecke, sondern auch für besondere Formschnitte bestens geeignet. Bei Schnitt von Koniferen sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass die Pflanze nicht zu groß gewachsen ist. Der Rückschnitt von den populären Thuja- und Zypressenhecken sollte ein bis zweimal im Jahr vorgenommen werden. Die beste Zeit ist hier das Frühjahr und der Herbst. Wird ein Rückschnitt solcher Hecken nicht regelmäßig vorgenommen, bleiben dann bei einem späteren Rückschnitt nur unschöne braune und kahle Stellen zurück. Ein Austreiben von grünen Blättern ist dann auch nicht mehr möglich. Wichtig bei der Wahl einer Konifere als Gartenpflanze ist die Größe des Grundstücks zu berücksichtigen, da viele Koniferen sehr groß werden können.

Allgemeines/Wissenswertes über Koniferen

Koniferen und Nadelhölzer kommen fast auf der gesamten Welt vor. Wobei das Vorkommen im nördlichen Teil der Welthalbkugel vermehrt ist. Viele von ihnen gedeihen auf Böden mit erschwerten Wachstumsbedingungen. Wohingegen Nadelhölzer und Koniferen auf guten Böden von anderen Pflanzen verdrängt werden. So finden sich in den Tropen beispielsweise keine Koniferen und Nadelhölzer.


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