Magnolie, Magnolienbaum, Tulpenmagnolie, Gartenmagnolie
Magnolienbaum
- Zauber des Frühlings
Rund 230 verschiedene Arten der Magnoliengewächse sind auf
der ganzen Welt bekannt. Leider sind inzwischen viele der Magnolienarten in der
Natur vom Aussterben bedroht. Ursprünglich stammt diese sehr alte, wunderbar
blühende und duftende Pflanze aus Ostasien und Amerika. Die in unseren
Breitengraden bekannteste Magnolien-Art ist die Tulpen- oder Gartenmagnolie,
aber auch die Sternmagnolie ist häufiger zu sehen.
Die Gartenmagnolie ist eine Kreuzung aus der Yukan- und der
Purpur-Magnolie, die beide im asiatischen Raum beheimatet sind. Sie ist sowohl
als kräftiger Strauch, aber auch als bis zu neun Meter hoher Baum zu finden.
Den größten Teil der Höhe des Baumes macht nicht der Stamm aus, sondern die
Baumkrone und dadurch entstehen im Frühjahr für kurze Zeit wahrhaft
paradiesische Erscheinungen, denn jedes Astende des Magnolienbaumes ist mit
einer großen, üppigen Blüte versehen.
Leider dauert die Blütezeit nicht sehr
lange an. Manchmal jedoch blüht die Magnolie im Sommer ein zweites Mal. Die
Farbe der Blüten reicht von hellrosa bis violett. Neuere Züchtungen zeigen aber
auch weiße und dunkelrote Blüten.
Der ideale
Standort für die Magnolie: Bodenbeschaffenheit und Pflanzung
Die Magnolie mag keinen kühlen Wind und muss daher geschützt
stehen. Eine späte Frostperiode kann die Blütenknospen zerstören. Ein sonniger
bis halbschattiger Standort ist unter diesen Bedingungen genau richtig, wobei
die Blüte der Magnolie an einem sonnigen Standort üppiger ausfällt. An den Boden stellt die
Magnolie einige Anforderungen. Er soll durchlässig, aber auch
feuchtigkeitsspeichernd sein. Ein Lehmanteil ist daher angebracht.
Die
Pflanzung der Magnolie erfolgt tiefgründig unter Beifügung von Torf, Kompost und
Blättermulch. Der Boden sollte zudem leicht sauer sein. Die beste Pflanzzeit
ist das Frühjahr oder der Herbst. Bei der Auswahl des Standortes sollte bereits
bedacht werden, dass der Baum sich recht ausufernd entwickeln kann.
Pflege, Schnitt und
Vermehrung der Magnolie
Einen regelmäßigen Rückschnitt benötigt die Magnolie nicht,
es sei denn, sie soll in eine bestimmte Form wachsen. Gerade die Bäume aber
entwickeln ganz von selbst ein ausgedehntes knorriges Geäst, so dass ältere
Magnolien-Bäume ein prachtvolles Blütenbild zeigen. Besonders junge Pflanzen der Magnolien
vertragen keine Trockenheit und sollten daher in längeren Trockenperioden
regelmäßig gegossen werden.
Samen bilden die Magnolien nur selten aus. Daher erfolgt die
Vermehrung in Gärtnereien durch Stecklinge. Im Garten lassen sich Magnolien am
ehesten durch Absenker vermehren, die man im Frühsommer aus den unteren Trieben
bildet. Für die Bewurzelung der Absenker braucht die Magnolie bis zu zwei
Jahren. Erst danach kann die Jungpflanze von der Mutterpflanze getrennt werden.
Man kann sie in ein Anzuchtbeet setzen, um sie zunächst ein wenig wachsen zu lassen,
aber die junge Magnolie verträgt es auch, wenn sie direkt in das Blumenbeet
gepflanzt wird. Foto-Magnolie: gnubier / pixelio.de
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