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Rote Johannisbeere, Rote Ribisel, Ribes rubrum

Rote Johannisbeeren sind manchmal auch weiß

Rote JohannisbeereDie Rote Johannisbeere ist eine sehr beliebte Frucht und sollte eigentlich in keinem Garten fehlen. Der Strauch ist im Sommer üppig mit den kleinen roten Beerenrispen übersät und sieht dadurch nicht nur schön aus, sondern bietet jede Menge Leckereien. Die Rote Johannisbeere ist meistens knallrot, aber es gibt sie auch in rosa und weiß. Eine Pflanzengattung Weiße Johannisbeere gibt es hingegen nicht, weil die weiße nur eine Farbvariante der roten ist.

Der botanische Name der Roten Johannisbeere lautet Ribes rubrum, aber man kennt sie auch unter der Bezeichnung Rote Ribisel. Sie gehört natürlich zur Gattung der Johannisbeeren und zur Familie der Stachelbeergewächse. Neben den verschiedenen Kulturformen für den Garten gab es den Strauch ursprünglich wildwachsend. In dieser Form sieht man ihn jedoch nur noch selten. Die Herkunft der Roten Johannisbeere ist wohl Mitteleuropa.

Die wohlschmeckenden Beeren reifen im Sommer und können ab Juli geerntet werden. Genauso traubenförmig, wie die Beeren wachsen, bilden sich im Frühjahr bereits die grün-gelben Blüten. Die Beeren sind je nach Sorte zwischen 5 und 11 Millimeter groß.

Idealer Standort der Roten Johannisbeere

Rote Johannisbeeren lieben ein kühles Klima und kommen daher auch nicht in Südeuropa vor. Im Garten benötigen sie allerdings Sonne an einem windgeschützten Platz. Nur in einem sehr heißen Sommer müssen sie etwas beschattet werden. Bevor man den Strauch pflanzt, muss der Gartenboden gut vorbereitet werden, indem man ihn umgräbt und mit Stallmist oder Kompost durchsetzt. Die Rote Johannisbeere liebt schwere und durchlässige Böden. Sie mag keine Staunässe. Die Pflanzung erfolgt im Herbst oder in einem milden Winter.

Pflege und Vermehrung der Roten Johannisbeere

Die Rote Johannisbeere benötigt viel Kalium und muss daher im Frühjahr mit einem Stickstoff- und Kalidünger behandelt werden. Die Erde um den Strauch herum sollte man immer mit etwas Kompost, Laub oder Mulch abdecken. Der Strauch muss nur bei länger anhaltender Trockenheit gewässert werden, nicht jedoch, wenn bereits Früchte gewachsen sind, denn die könnten bei zu starker Wässerung platzen.

Man kann die Rote Johannisbeere zu einem gewünschten Wuchs erziehen, indem man regelmäßig die unerwünschten Triebe entfernt. Meist findet man den Strauch in der Form eines Busches. Im späten Herbst müssen immer alle Seitentriebe, die sich bis zu einer Höhe von zehn Zentimetern über dem Boden gebildet haben, entfernt werden. Außerdem schneidet man jeden Ast auf ein Außenauge um die Hälfte zurück.

Ernte, Lagerung und Aufbewahrung der Roten Johannisbeere

Man erntet die Beeren im Juli oder August, wenn sie reif sind. Sie sind frisch sehr wohlschmeckend, lassen sich aber auch konservieren. Man kann sie einfrieren, benötigt dazu aber zunächst genügend Platz im Gefrierschrank, denn sie müssen dazu an der Rispe bleiben und im Idealfall wird jede Rispe für sich eingefroren, bevor man die Beeren zusammen in ein Gefäß geben kann. Rote Johannisbeeren eignen sich aber auch hervorragend für Gelee als Brotaufstrich, für Saft und Liköre.

Vitamin- und Mineralstoffgehalt der Roten Johannisbeere

Alle Formen der Johannisbeere sind sehr vitaminreich und enthalten viele Mineralstoffe sowie Flavonoide. Man sagt ihnen eine tumorhemmende Wirkung nach. Die Beeren schützen das Immunsystem und die Schleimhäute, aktivieren den Zellstoffwechsel und wirken beruhigend.

Übrigens wurden die Roten Johannisbeeren bereits im Mittelalter zur Behandlung verschiedener Darmerkrankungen eingesetzt. Dadurch dass die Roten Johannisbeeren viel Wasser und wenige Kohlenhydrate und Proteine enthalten, sind die Beeren eine ideale Schonkost für den erkrankten Darm. Besonders schnell und effektiv für den Darm ist der Genuss von Johannisbeersaft, da die Inhaltsstoffe der Beeren schnell Ihre Wirkung im Darm entfalten.

Die größte Heilwirkung entfaltet die Johannisbeere, wenn sie vollreif und roh verzehrt wird!

Kinder mögen rote Johannisbeeren

Im Gegensatz zur Schwarzen Johannisbeere schmeckt die Rote Johannisbeere milder und riecht auch weniger intensiv. Deshalb bevorzugen Kinder zumeist die Roten Johannisbeeren, woraus sich leckere und gesunde Gerichte und Getränke zubereiten lassen. Beliebt bei Kindern ist häufig ein erfrischender Milchshake, der aus Milch und Johannisbeeren zubereitet wird. Sollte der Milchshake etwas sauer sein, kann man etwas Vanillezucker oder auch pürierte Bananen hinzugeben, wodurch der Shake süßer wird. Foto "Rote Johannisbeere": Lichtbild Austria, pixelio.de

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