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Schwarze Johannisbeere - Ribes nigrum

Schwarze JohannisbeereDie Schwarze Johannisbeere ist eine sehr beliebte Frucht mit einem erfrischenden und süßen Geschmack. Sie ist sehr beliebt für die Herstellung von Likören und Fruchtsäften.

Der Johannisbeerstrauch ist ein typisches Gewächs der nördlichen Erdhalbkugel. Ihre Verbreitung reicht daher von Frankreich bis nach Lappland und zum Himalaja.

Neben der wilden Schwarzen Johannisbeere gibt es eine ganze Reihe von Kultivierungen, die sich vorwiegend durch Größe und Geschmack der Beeren unterscheiden.

Zwischen einem und zwei Metern wird der Strauch groß und trägt herzförmige, gezackte Blätter, die auf der Unterseite behaart sind. Der gesamte Strauch verströmt einen Duft, den nicht jeder mag. Dadurch unterscheidet sich die Schwarze Johannisbeere deutlich von der Roten Johannisbeere. Ansonsten kann man die Sträucher kaum unterscheiden, wenn sie keine Beeren tragen. Zwischen April und Mai bilden sich kleine grünlich-gelbe Blüten. Die Früchte sind im Hochsommer reif und erhalten eine Größe von acht bis zwölf Millimetern.

Idealer Standort der Schwarzen Johannisbeere

Bevor man den Strauch pflanzt, sollte der Boden an einem sonnigen und windgeschützten Platz gut vorbereitet werden, indem die Erde umgegraben und mit verrottetem Stallmist durchsetzt wird. Die idealen Bodenbedingungen für die Schwarze Johannisbeere bildet ein zwar durchlässiger, aber dennoch wasserspeichernder Boden. Staunässe kann die Schwarze Johannisbeere jedoch nicht vertragen. Zur Pflanzung, die im Herbst oder in einem milden Winter erfolgen muss, eignen sich am besten zwei Jahre alte Jungpflanzen.

Pflege und Vermehrung der Schwarzen Johannisbeere

Die Schwarze Johannisbeere mag keine sauren Böden, ideal ist ein ph-Wert von 6,5 bis 7. Ein Boden, der eine höhere Säure enthält, sollte besser mit Kalk etwas neutralisiert werden. In jedem Frühjahr mulcht man die Pflanze mit verrottetem Stallmist. Zusätzlich kann man einen Stickstoff- und Kalidünger in den Boden einbringen. Rund um den Strauch ist eine Schicht aus Kompost oder Lauberde vorteilhaft. Die Pflanzen werden nur bei Trockenheit gewässert. Während der Fruchtreife sollte man darauf jedoch verzichten, weil die Pflanzen ansonsten platzen können.

Wer viele Früchte ernten möchte, muss den Johannisbeerstrauch regelmäßig im Winter so beschneiden, dass ein Drittel der Vorjahrestriebe entfernt wird. Ältere Triebe schneidet man kurz über dem Boden ab. Um die gesamte Johannisbeerpflanze zu verjüngen, schneidet man entweder sämtliche Triebe ab oder sogar alle Äste kurz oberhalb des Bodens.

Die Vermehrung der schwarzen Johannisbeere erfolgt durch ein Steckholz, das im Herbst vom Strauch abgeschnitten und in Erde gesteckt wird. Nach zwei Jahren, manchmal auch schon nach einem Jahr kann man die junge Johannisbeerpflanze im Freiland auspflanzen.

Ernte und Aufbewahrung der Schwarzen Johannisbeere

Die Ernte der schwarzen Johannisbeeren erfolgt im Sommer, sobald die Beeren reif sind. Zur Verwendung muss man die einzelnen Beeren von den Rispen lösen. Schwarze Johannisbeeren schmecken frisch vom Strauch besonders gut. Um die schwarzen Johannisbeeren zu konservieren, kann man aus den Früchten ein Johannisbeergelee als Brotaufstrich herstellen, aber auch Saft oder Johannisbeerlikör (Creme de Cassis) zubereiten. Möchte man die Schwarzen Johannisbeeren von den Rispen befreien, so kann man eine Gabel zur Hand nehmen und die Beeren ganz einfach von den Rispen abstreifen.

Frisch geerntete Schwarze Johannisbeeren lassen sich kühl und sonnengeschützt circa 3 Tage lagern. Sie eignen sich auch hervorragend zum Tiefkühlen in der Gefriertruhe. Dadurch kann man sie optimal bevorraten und zu einem späteren Zeitpunkt für einen Johannisbeerkuchen oder leckeren Johannisbeer-Süßspeisen verwenden.

Heilwirkung der Schwarzen Johannisbeere

Aufgrund ihrer wertvollen Inhaltstoffe gehört die Schwarze Johannisbeere zu den gesündesten Beerenobstarten. Schwarze Johannisbeeren wirken blutdrucksenkend, harn- und schweißtreibend, haben eine heilende Wirkung gegen Gicht, Stoffwechselerkrankungen und Durchfall. Darüber hinaus stärken sie das Immunsystem,  regen die Magensäureproduktion und den Speichelfluss an und wirken antibakteriell und entzündungshemmend. In Indien ist man sogar überzeugt, dass die Schwarze Johannisbeere gegen Lebererkrankungen hilft.

Bereitet man bei Halsweh einen Aufguss aus Blättern der Schwarzen Johannisbeere zu, so soll dies hilfreich gegen die Halsschmerzen wirken.

Schwangeren Müttern wird zum Teil sogar empfohlen, Schwarze Johannisbeeren zu sich zu nehmen, da diese vor allem in Kombination mit Milchprodukten, das Wachstum des Babys, die Stabilität der Knochen und sogar Schwangerschaftsbeschwerden lindern sollen. Foto Schwarze Johannisbeere: Jörg Siebauer, pixelio.de

Sorten von Schwarzen Johannisbeeren

  • ECM: sehr große Beeren, kurze Trauben, mehltaufest!
  • Titania: Hauptsorte, starker Wuchs, mehltaufest, kurzer Stiel, mittelspäte Ernte
  • Tsema: lange Trauben, mehltauanfällig
  • Ometa: mittellange Trauben, sehr schmackhaft
  • Bona: sehr große Beeren, sehr schmackhaft, frühe Ernte
  • Silvergieters Schwarze: stark wachsend, große und süße Beeren, frühe Ernte, allerdings mehltauanfällig

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