Stachelbeere, Klosterbeere, Ribes uva crispa
Sauer macht lustig - Die Stachelbeere
Bei der Stachelbeere handelt es sich einmal um einen Strauch, der nicht viel Sonne benötigt, vermutlich ein Grund dafür, dass die grünen, haarigen Beeren doch meist etwas sauer sind. Demzufolge wächst der Strauch auch eher in den nördlichen Gebieten Europas, aber auch in Nordafrika, Kleinasien, auf dem Himalaya und in China. In südlichen Gefilden findet man den Strauch jedoch vorwiegend in den kühleren Gebirgsregionen. Der botanische Name der Stachelbeere lautet Ribes uva crispa, der Strauch ist aber auch als Druscheln oder Klosterbeere bekannt. Obwohl man es der Stachelbeere aufgrund ihrer Größe nicht sofort ansieht, gehört sie zur Gattung der Johannisbeeren.
Neben den weit verbreiteten grünen und etwas säuerlichen Stachelbeeren gibt es auch noch Sorten, die rötliche und etwas süßere Beeren, gelbe und weiße Stachelbeeren hervorbringen. Auch in der Größe unterscheiden sich die Beeren je nach Sorte zwischen kleinen, nur einen Zentimeter breiten, und teilweise bis zu drei Zentimeter großen, prallen Früchten.
Die Blüten der Stachelbeere erscheinen zwischen März und April und sind von grün-rot gefärbten Blütenblättern gekennzeichnet, in deren Mitte sich zwei kleine Vorblätter befinden. Neben der Kulturform der Stachelbeere gibt es auch noch den wild wachsenden Strauch.
Idealer Standort der Stachelbeere
Obwohl die Stachelbeere zu den Johannisbeeren gehört und grundsätzlich die gleiche Pflege benötigt, wie Johannisbeeren, kommt sie mit einem halbschattigen Platz im Garten aus. Besonders in einem heißen, sonnigen Sommer sollte man sogar für etwas Beschattung sorgen. Der Standort sollte windgeschützt sein. Der Boden für die Stachelbeere kann etwas schwerer, muss aber gut durchlässig sein. Gerade im Frühjahr ist der Strauch dankbar, wenn dem Boden Mulch, Stallmist oder Kompost beigegeben und er damit ein wenig abgedeckt wird.
Pflege und Vermehrung der Stachelbeere
Die Vermehrung der Stachelbeere ist durch Steckhölzer möglich. Dazu schneidet man im frühen Herbst ein 30 bis 40 Zentimeter langes Stück von einem ausgereiften Jungtrieb ab, versieht ihn mit einem geraden Schnitt an der Basis und mit einem Schrägschnitt über dem obersten Auge und steckt das Holz dann in die Erde. Im nächsten Herbst kann man die junge Stachelbeerpflanze ausgraben, die Augen und Triebe in den unteren 10 Zentimetern entfernen und nun die Pflanze ins Freiland setzen.
Ernte und Aufbewahrung der Stachelbeere
Die Früchte erntet man schon grün, wenn man daraus Kompott oder Marmelade zubereiten möchte. Spezielle Dessertsorten lässt man jedoch bis zur vollen Ausprägung und Reifung am Stachelbeer-Strauch. Stachelbeeren kann man roh verspeisen, wenn man saure Früchte mag. Ansonsten bieten sich die Stachelbeeren zur Herstellung von Marmelade, Kompott, Saft und Wein an.
Medizinische Wirkung / Heilwirkung der Stachelbeere
Die Stachelbeere enthält viele Vitamine und Mineralien. Vor allem der Anteil an Silizium ist sehr hoch, wodurch die Beere das Bindegewebe festigen soll. Aber auch der Vitamin C Gehalt der Stachelbeere ist enorm: bereits 150 Gramm reife Stachelbeeren decken den kompletten Tagesbedarf eines Erwachsenen.
Außerdem sagt man der Stachelbeere nach, sie sei haarwuchsfördernd, entwässernd, darmreinigend, stärkend für Knochen und Zähne und zusätzlich entgiftend. Darüber hinaus soll sie nicht nur die Haare kräftigen, sondern ebenso für die Fingernägel stärkend wirken.
Die Stachelbeere wird in der indischen Ayurveda-Medizin bei der sogenannten „Frühjahrskur" empfohlen, wo sie ihre volle Heilwirkung bei der Verdauung und beim Abbau der Blutfette entfalten kann.
Aber aufgepasst! All die wichtigen und wertvollen Vitamine und Heilstoffe sind erst in den vollends ausgereiften Früchten zu finden. Grün geerntete Stachelbeeren haben nicht in diesem Maße die heilende Wirkung! Stachelbeer-Foto: Angelina Ströbel, pixelio.de
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