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Sträucher zu Hochstämmchen erziehen

Hochstämmchen einfach selbst gemacht! 

Stauden und Zierpflanzen, die zu Hochstämmchen erzogen wurden, sehen sehr apart aus und sind daher seit vielen Jahren beliebt. Aber Fuchsie , Margerite , Wandelröschen oder Geranie sowie Obstbäume sind nicht die einzigen Pflanzen, die sich für die Erziehung zu dem gezielten Wuchs eignen. Große Sträucher und kleinere Bäume neigen dazu, sich stark auszubreiten und dadurch sehr viel Platz einzunehmen. Gerade in kleinen Gären wirkt das oft störend und nimmt anderen Pflanzen oder einer anderen Gartengestaltung den Raum.

Abhilfe schafft auch in einem solchen Fall die Erziehung dieser Pflanzen zum hochstämmigen Wuchs. Sie werden dadurch deutlich größer, als die bekannten Hochstämmchen von Stauden und Zierpflanzen, können aber im Garten sehr viel Raum und Licht schaffen. Da jedoch die meisten Sträucher von Natur aus nicht dazu geneigt sind, einen dominanten Mittel-Stamm zu entwickeln, eignen sich nicht alle Sträucher für diese Wuchserziehung.

Sträucher, die sich für die Hochstamm-Erziehung eignen

Grundsätzlich eignen sich vorwiegend Sträucher für die Erziehung zum Hochstamm, die über ein ausreichend stabiles Gerüst verfügen, nur wenige kurzlebige Triebe direkt an der Basis entwickeln und deren Äste sich vor allem im oberen Bereich stärker verzweigen.

Folgende Sträucher erfüllen diese Voraussetzungen:

  • der gewöhnliche Schneeball (Viburnum opulus)
  • der echte Roseneibisch (Hibiscus syriacus)
  • die Kornelkirsche (Cornus mas)
  • die Felsenbirne (Amelanchier lamarckii)
  • der Feigenbaum (Ficus carica)
  • der Zier-Apfel (Malus)
  • die gewöhnliche Hasel (Corylus avellana)
  • der Flieder (Syringa vulgaris)
  • der Holunder (Sambucus nigra)
  • der Blauregen (Wisteria).

Insbesondere bei den langlebigen Sträuchern Kornelkirsche, Feigenbaum, Blauregen, Zier-Apfel und Flieder lohnt sich die Mühe, da man sehr lange Freude an den Bäumchen hat.

Hochstamm-Erziehung von Sträuchern

Die Erziehung der Sträucher zum Hochstamm erfolgt in ähnlicher Weise, wie bei den Stauden. Es ist einfacher, den Wuchs zu beeinflussen, wenn der Strauch noch jung ist, aber auch ältere Sträucher können unter Umständen noch zu Hochstämmen erzogen werden.

Zunächst sucht man sich einen möglichst zentralen, geraden und starken Ast heraus, aus dem der Hauptstamm gebildet wird. Alle anderen Basistriebe sowie die Seitentriebe des ausgewählten Hauptastes werden bis zu der Höhe entfernt, in der sich die Krone des Stämmchens bilden soll. Die weniger kräftigen Hauptäste junger Sträucher sollte man mit einem stabilen Stab stützen, um einen geraden Wuchs zu erreichen.

Neue Triebe, die sich am Hauptstamm des zukünftigen Hochstammes oder an der Basis des Strauchs bilden, müssen immer wieder entfernt werden. Um im Bereich der Krone einen weit verzweigten Wuchs zu erzielen, müssen die Spitzen der Seitenäste in diesem Bereich immer wieder gekürzt werden. Sträucher, die Früchte oder üppige Blüten tragen, sollten jedoch in der Krone nicht so stark verzweigen, um einen reichhaltigen Frucht- ober Blütenstand zu ermöglichen.

Die richtige Zeit für den Schnitt des Hochstämmchens

Grundsätzlich erfolgt der Schnitt an frostfreien Wintertagen. Frühjahrsblüher und andere empfindliche Sträucher beschneidet man im späten Frühjahr und starke Äste, die große Wunden hinterlassen, entfernt man nur im Sommer, da die Wunden bei sommerlichen Temperaturen besser verheilen.

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