Walnuss, Walnussbaum, Luglans regia

Der Walnussbaum im eigenen Garten

Der Walnussbaum ist ein Laubbaum, der weit über hundert Jahre alt werden kann und sein Laub im Herbst und Winter abwirft. Er wird bis zu zwanzig Meter hoch und sehr ausladend. Daher eignet sich der Walnussbaum nur für große Gärten, die Platz genug bieten, damit dieser hübsche Baum als Solitärpflanze wachsen kann. Der botanische Name des Walnussbaums lautet Luglans regia, gelegentlich nennt man diesen Baum auch persische Walnuss oder Griechische Nuss.

Der Walnussbaum ist ein sehr altes Gewächs, das es schon vor den Menschen auf der Erde gab. Die Eiszeiten überstand dieser Baum in der südlichen Mittelmeer-Region. Spätestens in der Antike kam die Walnuss mit den Römern wieder nach Europa zurück.

Idealer Standort des Walnussbaums

Aufgrund der Größe, die ein Walnussbaum erreichen kann, sollte er von vornherein so gepflanzt werden, dass er auch im Alter noch Platz genug hat. Die Blüten und jungen Triebe der Walnussbäume sind frostempfindlich. Daher sollte der Standort geschützt sein. Für Regionen mit langen und kühlen Wintern ist der Walnussbaum nicht gut geeignet.

Der Boden sollte durchlässig und feuchtigkeitsspeichernd sein. Die Walnuss mag es ph-neutral oder leicht alkalisch.

Pflege und Vermehrung des Walnussbaums

In der Regel wird der Baum als junge Pflanze gekauft und im Herbst oder Winter eingepflanzt. Eine Vermehrung ist nur durch Kopulation mit Gegenzungen oder durch Augenveredelung auf Schwarznuss-Sämlingen möglich und sehr langwierig.

Der junge Walnussbaum wächst in den ersten Jahren nur sehr langsam, sobald sich aber seine große Pfahlwurzel entwickelt hat, setzt ein starkes Wachstum ein. Eine besondere Pflege benötigt der junge Walnussbaum nicht, er sollte jedoch nicht austrocknen.

Damit der Baum nicht zu buschig wächst, wird er im Winter so beschnitten, dass sich eine schöne Baumkrone entwickeln kann. Abgestorbene Äste und Triebe, die sich gegenseitig überkreuzen, müssen auch in der Krone entfernt werden.

Ernte und Lagerung der Walnüsse

Die ersten Walnüsse zeigen sich an einem Walnussbaum meist erst nach mehreren Jahren. Im Frühherbst platzt die Hülle der Früchte auf und die Walnüsse mit ihrer Schale fallen vom Baum. Man muss sie aufsammeln, bevor sie sich verfärben, reinigen und anschließend trocknen. Die Walnüsse lassen sich in einem kühlen, luftigen und leicht feuchten Raum eine ganze Zeit lang lagern.

Inhaltsstoffe der Walnüsse

Nicht nur die Früchte des Walnussbaums, die Walnüsse selbst, sind sehr gesund, sondern auch die Blätter und sogar die Nussschalen. Die Pflanzenbestandteile enthalten Gerbstoffe, Gerbsäure, Tannine, Bitterstoffe, Flavonoide, Juglon und ätherische Öle. Die Frucht, also die Walnuss, ist sehr gesund für die Blutgefäße. Die Blätter lassen sich zu einem Tee verarbeiten, der die Verdauung stärkt und gegen Hautprobleme (Hautentzündungen, Akne, Ekzemen, Hautpilze, Sonnenbrand) äußerlich angewandt werden kann. 

Zubereitung eines Walnusstees: Ein Walnusstee kann schnell und einfach zubereitet werden: Hierfür nimmt man einen Teelöffel getrocknete, zerstossene Walnussblätter und übergießt diese mit 150ml abgekochtem Wasser. Den Tee circa 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und anschließend trinken (2 bis 3 mal täglich wiederholen). Gerade bei Magen-Darmproblemen wie Reizmagen oder Durchfall ist ein Walnusstee empfehlenswert. Möchte man die Leberfunktion anregen, so kann man eine vierwöchige Kur mit dem Walnusstee ausprobieren.

Jedoch ist die Walnuss ebenso bei anderen Beschwerden heilsam, so kann sie hilfreich zur Senkung des Cholesterinspiegels, zur Stärkung des Immunsystems, zur Besserung von Hämorrhoiden oder als Entzündungshemmer eingesetzt werden. Auch bei verstärktem Schwitzen ist die Walnuss hilfreich, denn durch Kompressen mit Walnusstee kann die übermäßige Schweißproduktion gesenkt werden. Wer dies ausprobieren möchte, setzt einen Walnusstee (siehe oben) an und legt die in Tee getränkten Kompressen auf die betroffenen Schweißstellen.

Übrigens: ein angesetzter Wein mit Walnussblättern kann hilfreich gegen Gelbsucht und der Zuckerkrankheit sein.

Walnussschalen als Haarfärbemittel

Wer seine Haare in ein intensiv leuchtendes Braun verwandeln möchte, kann aus den grünen Schalen der Walnuss eine biologische Haarfarbe gewinnen. Hierfür nimmt man 2 Esslöffel der grünen Schalen der Walnuss und setzt diese mit 100 ml Wasser und einem Teelöffel Alkohol an. Diesen Walnusssud einen Tag ziehen lassen und am nächsten Tag, nach der normalen Haarwäsche, in die Haare einmassieren und ausspülen. Dadurch bekommen die Haare einen schönen, glänzenden Braunton.


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