Sanddorn, Hippophaë rhamnoides
Sanddorn, auch genannt Weidendorn, Fasanenbeere, Dunendorn, rote Schlehe, Sandbeere oder volksmündlich „Zitrone des Nordens“, stammt ursprünglich aus Nepal und der Himalaya. Der botanische Name des Sanddorns lautet Hippophae rhamnoides. Er gehört zu der Familie der Ölweidengewächse.
Der Strauch wächst bis zu 6 Meter hoch. Alte Bäume werden sogar 10 Meter. Äste und Zweige sind dornig, seine Blätter schmal, lanzettförmig und silbrig grau, ähnlich der Weide. Sie verleihen dem Strauch einen fremden, unwirklichen Reiz, der ihn sehr außergewöhnlich im Garten wirken läßt.
Das wunderschöne Ziergehölz ist zweihäusig, das bedeutet, es gibt weibliche und männliche Pflanzen. Der männliche Strauch „Pollmix“ trägt keine Früchte, allerdings ist er ein hervorragender Pollenspender für die weibliche Sorte, er befruchtet bis zu 6 weibliche Pflanzen.
Blüten und Früchte des Sanddorns
In der freien Natur wächst das robuste Wildobstgehölz auf kalkhaltigen Kies- und Sandboden an Gewässerufern, Felsrändern, Dünen und Auwäldern. Möchte der Hobbygärtner ihn kultivieren ist ein sandig-kiesiger Gartenboden ideal.
Wirkung von Sanddorn auf die Gesundheit
Das Herausragende an den Beeren ist die positive Wirkung auf die Gesundheit. Schon vor Jahrhunderten wussten die Menschen in Zentralasien von der heilenden Wirkung der Sanddornbeeren.
Sie fördern die Verjüngung des Gewebes durch Zellerneuerung. Ebenso stärken sie das Immunsystem und kräftigen den Körper nach Infekten und Krankheiten. Sanddorn wird bei vielen Beschwerden als Wundermittel angepriesen. Die Beeren werden in verschiedenen Darreichungsformen angeboten. Als Marmelade, Bonbons, Mus, Saft, Likör, Tee, Sirup und Tabletten.
Auch als Naturkosmetik hat sich die Pflanze bewährt. Für die empfindliche Haut und für Neurodermitis ist das Sandkernöl hervorragend geeignet. Natürliche Inhaltsstoffe, wie ungesättigte Fettsäuren und Linolsäure reguliert die gestörte und überschießende Hautfunktion. Ob als Kernöl, Fruchtfleischöl, Seife, Creme, Lotion, Peeling, Duschgel, oder Shampoo hilft Sanddorn der Haut, sich wohlzufühlen.
Pflegetipps zum Sanddorn
Der pflegeleichte Sanddorn ist nicht nur als Wildwuchs ein wunderschöner Anblick. Immer mehr Gartenbesitzer pflanzen das schöne Gehölz im eigenen Garten. Als Zierstrauch, Hangsicherung, Vogelnährgehölz oder Hecke stellt der Sanddorn nur wenige Ansprüche.
Was der Hobbygärtner wissen sollte um die Pflanze zu kultivieren:
Um ertragreiche Früchte ernten zu können, müssen weibliche und männliche Junghölzer gepflanzt werden. Es genügt auf vier oder fünf weiblichen Pflanzen ein männliches Gehölz. Natürlich können auch Samen zur Anzucht verwendet werden. Allerdings ist das bedeutend schwieriger, denn es muss eine gewisse Temperatur konstant gehalten werden.
Die Jungpflanzen dagegen brauchen nur einen sonnigen Standort und einen sandigen Boden. Das Frühjahr ist die beste Pflanzzeit. Zu dieser Jahreszeit hat der Boden noch genug Feuchtigkeit für ein schnelles Anwachsen. Sind sie erst einmal fest eingewurzelt, kann der Gartenbesitzer stolz auf den Erfolg sein. Denn der Strauch fängt an, sein neues Leben zu genießen und gedeiht mit einigen Voraussetzungen prächtig. Eine regelmäßige Auflockerung ist wichtig, damit der Boden gut durchlüftet ist. Auch das Unkraut muss entfernt werden, nur so verlieren die Pflanzen nicht an Kraft.
Sehr viel mehr an Pflege ist nicht notwendig, da die tiefliegenden Wurzeln in einer Symbiose mit den Pilzen zusammen leben. Die Sanddornpflanzen breiten sich schnell aus, deshalb ist ein großzügiger Platz vorteilhaft. Wachsen jedoch die Ausläufer viel zu breit, kann der Gartenbesitzer sie abschneiden oder abstechen.
Schnitt des Sanddorn
Zu der Pflege gehört auch der Schnitt. Hecken sollten im August in Form geschnitten werden und von Einzelsträucher werden im Monat Juli nur störenden Triebe entfernt.
Ernte der Sanddornbeeren
Nun hat der Hobbygärtner alles für das Wachstum getan und muss nur noch warten bis der weibliche Sanddorn Früchte trägt. Geduld gehört schon dazu, denn erst nach 3-4 Jahren blüht die Pflanze.
Auch wenn die Wartezeit recht lange ist, nun kann sich der Gartenbesitzer über einen jährlichen Ertrag freuen. Im September können die Beeren geerntet werden, das ist nicht so einfach, denn die Dornenzweige sind unangenehm auf der Haut zu spüren. Mit einem Hilfsmittel, z. B. ein Seil, ist das Herunterziehen der Zweige möglich. Die Beeren sitzen sehr fest und müssen mit einer Schere abgeschnitten werden. Da sie äußerst empfindlich sind, zerplatzen schon viele bei der Ernte.
Frisch schmecken die Beeren außergewöhnlich, herb und säuerlich erinnern sie an Natur pur.
Wie werden Sanddornbeeren aufbewahrt?
Die Beeren können getrocknet, eingefroren oder als Saft, Likör und Mus weiterverarbeitet werden. Möchte man die Sanddornbeeren trocknen, so eignet sich der Halbschatten, das Backrohr oder der Dörrapparat.
So lösen sich die Beeren besser vom Stiel: Lassen Sie die Beeren kurz angefrieren und anschließend lösen sie sich mühelos vom Stiel.
Inhaltsstoffe von Sanddorn
Viel Vitamin C, Vitamin E, F und P, Vitamine der B- Gruppe, zusätzlich Gerbstoffe und Karotin.
Foto Sanddorn: Angela Luchianiuc, Tompet , rakim / shutterstock.com
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