Nematoden im Garten einsetzen
Nicht nur in der Landwirtschaft, auch in Haus- und Schrebergärten werden noch immer viel zu viele Gifte zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Natürlich ist es mehr als ärgerlich, wenn die vollbrachte Gartenarbeit von einem Heer von Schnecken, Läusen, Käfern oder Würmern wieder zunichte gemacht wird.
Es geht aber auch ohne Gift. Biologische Schädlingsbekämpfung heißt die Lösung. Der gezielte Einsatz von Nematoden ist ein solches Verfahren.
Was sind Nematoden?
Sie gehören zu den artenreichsten Bodenlebewesen, sind winzig, dünn und erreichen etwa eine Länge von 0,6 mm. Manche Arten saugen an Wurzeln, Blättern und Stängeln, so dass ihre Wirtspflanze verkümmert.
Aber es gibt auch Nematodenarten, die für uns sehr nützlich sind. Sie dringen in Schädlingslarven durch deren Körperöffnungen ein und sondern Bakterien ab, die dafür sorgen, dass die Larven absterben. Außerdem vermehren sie sich dort auch noch reichlich. Die Temperatur des Bodens in 10 cm Tiefe muss aber mindestens 12° C betragen, sonst fallen die Nematoden in eine Kältestarre, aus der sie wieder erwachen, sobald es wärmer wird.
Schädlinge mit Nematoden bekämpfen
Wichtig ist, jeweils den richtigen Zeitpunkt zu erwischen, an dem sich die Larven im Erdreich befinden. Bei den Larven des Dickmaulrüsslers ist das von April bis Mai sowie September bis Oktober. Der Gartenlaufkäfer wird idealerweise von Juli bis September bekämpft. Für die Larven des Junikäfers muss der Einsatz der Nematoden im August erfolgen. Die Engerlinge des Maikäfers sind dagegen wenig angreifbar. Sie schaffen es sogar, eine eingedrungene Nematode einzukapseln und unschädlich zu machen.
Die Anwendung von Nematoden
Der Handel bietet in Ton eingebettete Nematoden zur Schädlingsbekämpfung an. In Wasser eingerührt können sie sehr einfach im Garten verbreitet werden. So erfolgt keinerlei Umweltbelastung. Es bleiben auch keine schädlichen Rückstände an den Pflanzen zurück. Außerdem muss keine Wartezeit vor dem Genuss des Gemüses eingehalten werden und keine vorhandenen Nützliche erleiden Schäden.
Nematoden tragen dazu bei, Schädlingen im Garten Einhalt zu gebieten, ganz ohne Gift. Foto Ameise: Bruce MacQueen / Shutterstock.com
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