Löwenmaul, Löwenmäulchen, Antirrhinum
Früher wurde die Pflanze den Rachenblüten zugeordnet. Die Blüte ist meist zweifarbig und kann auch ein wenig Frost vertragen. Deswegen können sich die Betrachter manchmal sogar bis in den Dezember an ihrer Blütenpracht erfreuen.
Den Namen trägt sie, weil ihre Blüten in vielen Fällen ungewöhnlich weit geöffnet sind. Die Pflanzen sollten nicht mit dem einheimischen Frauenflachs oder Leinkraut verwechselt werden.
Standort und Anspruch des Löwenmäulchen
Das Löwenmaul mag die volle Sonne, ist aber sonst nicht anspruchvoll. Das Gießen und Düngen ist für die schöne Pflanze nicht erforderlich. Auch auf nährstoffarmen Boden und bei Trockenheit kann das Löwenmäulchen gut überleben und mit ihrer Blüte Freude verbreiten. Allerdings verträgt sie keine Staunässe.
Im Halbschatten blüht sie ebenfalls sehr gut, weshalb sie auch gerne im Halbschatten gepflanzt wird. Ihre Blüte lässt aber im vollen Schatten etwas nach. Zudem ist sie kalkempfindlich. Für das Löwenmaul sollte das Substrat leicht sauer oder neutral sein.
Vermehrung des Löwenmäulchen
Bei den Samen des Löwenmauls handelt es sich um Lichtkeimer, deswegen müssen diese auch nur dünn mit Erde bedeckt werden. Die Keimlinge auf ca. 5 cm Abstand verziehen und pikieren. Ab etwa Ende April können die Pflänzchen ins Freie gepflanzt werden. Unter guten Bedingungen vermehrt sich das Löwenmaul zukünftig von selbst.
Pflege und Schnitt des Löwenmäulchen
Um eine neue Blüte zu fördern sollte das Verblühte rausgeschnitten werden. Frühmorgens sollte die Pflanze angeschnitten werden, wenn sie in eine Vase gestellt werden soll. Die Pflanze sollte den Abend zuvor gegossen worden sein oder es sollte geregnet haben. Dadurch ist die längste Haltbarkeit gewährleistet. Außerdem sollten die Blütenstiele gewählt werden, an denen die untersten drei Blüten bereits geblüht haben. Zudem sollten die Blätter abgeschnitten werden, die sonst im Wasser hängen würden.
Allgemeines & Wissenswertes über das Löwenmäulchen
Das Löwenmaul wächst an trockenen Stellen, wie zum Beispiel in den Ritzen alter Mauerwerke. Hier ist es ideal trocken für die Pflanze, die ursprünglich aus dem westlichen Mittelmeerraum stammt. Bei uns kommt die schöne Pflanze eher selten wild vor. Im Mittelmeerraum und Gebieten mit einem milden Winter ist sie dagegen sehr häufig wild wachsend anzutreffen.
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