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Farbenfrohe Schnittblumen für das Blumenbeet

Gladiolen sind auch als Siegwurz bekannt. Ihre Blütenpracht macht sie zu beliebten Schnittblumen. Leider blühen Gladiolen nur zwei Wochen lang, was besonders dann ein Nachteil ist, wenn sie an den Rand eines Blumenbeetes gesetzt werden. Außerdem brauchen die langstieligen Zuchtsorten oft Stützen.

Statt der winterharten Wild-Gladiole werden heute vorwiegend frostempfindliche Hybriden angeboten, die im Frühling eingesetzt und im Herbst ausgegraben und wie Dahlien überwintert werden. Nur wenige Gladiolensorten können winterhart gezogen werden, indem man sie im Boden aussetzt und ganzjährig dort lässt. Die nicht winterharten Hybriden werden nach Größe und Blütenform in vier Gruppen eingeteilt.

Gruppenunterteilung nicht winterharter Gladiolensorten:

 

  • Großblütige Hybriden haben ca. 50 cm lange Stiele mit unregelmäßig angeordneten dreieckigen Blüten. In einer reichen Farbpalette erscheinen die Blüten von Juli bis Herbst an 1 bis 1,5 m langen Stielen. Sie sind bestens geeignet als Schnittblumen. Im Handel gibt es ein reichhaltiges Angebot, und ständig kommen Neuzüchtungen auf den Markt.
  • Primelartige Hybriden tragen von Juli bis September auf etwa 40 cm langen Blütenständen locker angeordnete Blüten. Die oberen Blütenblätter sind kapuzenartig verlängert. Von der Gesamterscheinung her wirken sie weniger prächtig als ihre großblütigen Verwandten. Insgesamt werden die Pflanzen 60 bis 100 cm hoch und eignen sich gut als Schnittblumen. Auch hiervor gibt es eine reichhaltige Auswahl.
  • Schmetterlings-Hybriden haben 45 cm lange Blütenstände mit dicht gepackten Blüten. Ihre Blätter sind zerfranst, der Blütenschlund ist auffällig gefärbt. Die Blütezeit dauert von Juli bis September, die Gesamthöhe liegt bei 60 - 90 cm.
  • Zwerg-Hybriden blühen ähnlich wie die primelartigen, nur sind sie kleiner. Die Blüten sind zerfranst und stehen an etwa 40 cm langen Blütenständen. Blütezeit ist von Juli bis September. Sie erreichen lediglich eine Gesamthöhe von 45 bis 75 cm. Die kleineren Hybriden geben ausgezeichnete Schnittblumen ab. Sofern sie keine Stützen benötigen, können sie im Beet mitten unter anderen Blumen gehalten werden. Es gibt ein großes Angebot in vielen Farben.

 

Anbau und Pflege der Gladiolen

Gladiolen mögen altgedüngten, durchlässigen, nicht zu trockenen Boden. Die Pflanzbettbereitung sollte im Frühjahr so früh wie möglich erfolgen. Man braucht gut verrotteten Kompost und einen Langzeitdünger. Zu leichtem und zu schwerem Boden sollte etwas Torf zugesetzt werden. Die Gladiolen-Knollen werden je nach Größe in 8 bis 15 cm Tiefe abgelegt - in Sandboden etwas tiefer, bei einem Abstand von ca. 10 cm. Die Knollen sollten fest in der Erde stecken.

Ab Ende April sind Folgepflanzungen von frühen, mittelfrühen und späten Gladiolensorten möglich. Zur Gartengestaltung sollten die Knollen gruppenweise verlegt, als Schnittblumen sollten Reihen in Abständen von etwa 30 cm angelegt werden.

Überwinterung der Gladiolen

Im Herbst, wenn die Blätter der Gladiolen absterben, aber noch vor dem ersten Frost werden die Knollen mit einer Gabel ausgegraben und Blätter und Erde entfernt. Stiele der Gladiolenblume sollten bis auf einen Rest von 1 cm abgeschnitten werden. Verletzungen der Knolle sollten vermieden werden. Nachdem sie eine Woche trocknen durften, werden die Gladiolenknollen in Holzsteigen an einem kühlen, frostfreien Platz überwintert.

Alte, verschrumpelte Knollenteile sollten abgebrochen werden, sobald sie sich leicht lösen. Die abgestorbenen äußeren Schichten werden entfernt und neue, kleine Knollen werden für die Vermehrung beiseite gelegt. Im Winter sollten die Gladiolenzwiebeln regelmäßig kontrolliert und faule und schimmelige sofort entfernt werden.

Krankheiten und Schädlinge der Gladiolen

Fruchtfliegen und Blasenfüße können die Knollen während der Lagerung infizieren. Kennzeichen hierfür sind rauhe, braune Flecken. Pflanzen und Blüten vergilben und vertrocknen, wenn sie von den Larven des Blasenfußes befallen werden. Knollen können auch Lagerfäule bekommen.

Weitere Schädlinge sind Gladiolenthripse, Blattläuse, Raupen und Schnecken, und die Pflanzen können von Virosen, Lackschorf, Trockenfäule, Gladiolenbrand und Grauschimmel befallen werden.


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