Goldstern, Gelbstern, Gagea
Der Goldstern begrüßt fröhlich den Frühling
Zu den besonders frühen Blühern im zeitigen Frühjahr gehört der Goldstern, der genauso unter dem Namen Gelbstern bekannt ist. Bereits ab Mitte März, also noch vor dem Frühlingsbeginn zeigt diese fröhliche kleine Pflanze ihre gelben Blüten, die auch wild auf Wiesen, in Wäldern und am Ackerrand wächst. Der botanische Name des gelben Goldsterns lautet Gagea - Infos. Die Pflanze gehört zu den Liliengewächsen und ist eine kleine Zwiebelblume, deren gelbe, sternförmige Blüte sich üppig in kleinen Dolden zeigt. Dabei ragen die kleinen Blüten zwischen hohen, schmalen Blättern hervor.
Insgesamt gibt es auf der Welt ungefähr neunzig verschiedene Sorten des Goldsterns. In Mitteleuropa sind davon acht verschiedene Sorten beheimatet. Der Wiesengelbstern, der Waldgelbstern, der Ackergelbstern, der kleine Gelbstern und der Scheiden-Gelbstern sind die am meisten verbreiteten Sorten.
Sie unterscheiden sich im wesentlichen durch ihre Grundblätter, die entweder scheidenförmig sind, behaart sein können oder, wie beim Waldgoldstern, die Blüte überragen. Lediglich der Kleine Gelbstern hat spitzere Blüten, als die übrigen Sorten. Der röhrige Gelbstern unterscheidet sich von den anderen Sorten dadurch, dass er aus einem Paar von zwei Zwiebeln entsteht, die durch eine dünne Haut miteinander verbunden sind. Die meisten Sorten sind im eurasischen Raum und in Nordafrika beheimatet.
Die Pflanzen haben einen eher krautigen Wuchs, sind aber dennoch zierlich und werden zwischen acht und zwanzig Zentimeter hoch. Die Gelb- oder Goldsterne sind mehrjährige Pflanzen, die sich durch Selbstaussaat stark verbreiten können.
Da insbesondere der Ackergelbstern durch Unkrautvernichtungsmittel besonders am Ackerrand und auf Wiesen stark verdrängt wurde, steht die Pflanze inzwischen in der Roten Liste der gefährdeten Arten.
Idealer Standort für den Goldstern
Bis auf den Waldgoldstern mögen die Goldsterne einen sonnigen Standort. Der Waldgoldstern wächst auch am Gehölzrand und gedeiht daher auch im Halbschatten. Er bevorzugt einen humosen und feuchten Lehmboden. Im Garten fühlen sich die Pflanzen im Steinbeet recht wohl, benötigen ansonsten einen mäßig trockenen Lehm- oder Lössboden.
Der Pflanzabstand sollte ungefähr fünf bis zehn Zentimeter betragen, bei einer Tiefe des zwei- bis dreifachen Wurzeldurchmessers.
Pflege und Vermehrung des Goldsterns
Als Frühblüher ist der Gelbstern eine sehr bescheidene Pflanze, die keiner großen Pflege bedarf. Die Vermehrung erfolgt entweder durch Zwiebelteilung oder durch Selbstaussaat, wenn man die Pflanze lässt. Sie entwickelt dann mit den Jahren einen üppigen Blütenteppich.
Überwinterung vom Goldstern
Der Goldstern ist als Frühblüher absolut winterhart und bedarf auch in der Frostperiode keines besonderen Schutzes. Der Rückschnitt der Pflanze nach der Blüte sollte erst erfolgen, wenn auch die Blätter verwelkt sind, denn nur so kann sie für die nächste Blüteperiode im folgenden Frühjahr wieder ausreichend Nährstoffe bilden.
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