Herbstzeitlose, Colchicum autumnale
Die Herbstzeitlose treibt ihre dezenten Blüten im späten Sommer und Herbst, also zwischen August und Dezember aus. Die tulpenähnlichen Blätter erscheinen mitsamt der Früchte jedoch erst im darauf folgenden Frühjahr. Die Erscheinung der Blütenblätter ähnelt dem bekannten Herbstkrokus.
Die 15 bis 20 cm großen Herbstzeitlose stammen ursprünglich aus Regionen Mittelasiens, jedoch findet man sie heute ebenso in feuchten Lagen Europas. Meist sind die Blüten hellviolett, weiß bis rosa gefärbt.
Pflanztipps für Herbstzeitlose
Die Herbstblume benötigt leicht sauren, nährstoffreichen und durchlässigen Boden, der nicht zu trocken sein sollte. Der Standort sollte halbschattig sein. Gepflanzt wird die Zwiebel am Besten im Juli- August ca. 5 bis 10 cm tief ins Erdreich. Übrigens kann die Herbstzeitlose auch über Samen vermehrt werden, wobei diese Form der Vermehrung sehr zeitaufwendig ist.
Nach der Blüte kann man die Blütenstände abschneiden; die Blätter hingegen sollte man erst nach dem Vergilben entfernen, da die Zwiebel auf diese Art und Weise Nährstoffe einlagern kann. Möchte man ein Verwildern der Blume fördern, sollte man das Kappen der Blütenstände vermeiden und die vertrockneten Blüten stehen lassen, um ein Ausfallen der Samen zu erreichen.
Übrigens: Am schönsten wirken Herbstzeitlose, wenn man sie in großen Gruppen pflanzt. Auch die Kombination von Herbstzeitlosen mit filigranen, niedrigen Gräsern sieht sehr dekorativ aus.
Herbstzeitlose: giftig für Mensch und Tier
Falls Kinder den Garten mitbenutzen, sollte man vom Pflanzen der Herbstzeitlose absehen, denn alle Teile der Herbstzeitlosen sind stark giftig! Die Herbstzeitlose enthält das gefährliche Gift Colchicin, das Ähnlichkeiten mit Arsen aufweist.
Die Herbstblume kann leicht mit Bärlauch oder Wildsalat verwechselt werden, da die Blätter ähnlich aussehen. Vergiftungen mit Herbstzeitlosen zeigen sich u.a. durch Schluckbeschwerden, Erbrechen, blutigen Durchfällen bis hin zum Kreislaufkollaps. Der Tod kann nach 1 bis 2 Tagen durch eine Atemlähmung eintreten.
Für einige Tiere ist der verzehr der Herbstzeitlose übrigens auch tödlich. Gefährdet sind u.a. Pferde, Rinder und Kühe, Schafe, Ziegen, Hunde und Katzen, Nager, wie z. B. Kaninchen und Hasen, Meerschweinchen und Hamster sowie auch für Vögel.
Die giftige Blume wird jedoch auch in der Medizin erfolgreich gegen Gicht eingesetzt. Die Homöopathie nutzt die frische Knolle und die Samen bei Gicht und Rheuma.
Foto: vieweg, www.pixelio.de
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