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Narzissen, Narcissus, Osterglocken
Blumenzwiebeln, Zwiebelblumen

Narzissen, Narcissus, Osterglocken

NarzisseIn gelben, weißen bis hin zu orangefarbenen Nuancen sind Narzissen (auch Osterglocken genannt) die bekanntesten Frühjahrsboten. Öffnen sie ihre Blüten im zeitigen Frühjahr, ist der triste Winter meist vorbei und die Gartenzeit ist eingeläutet.

Narzissen sind aus vielen Gärten kaum mehr wegzudenken und die große Vielfalt von Narzissensorten, die heute rund 25 000 Sorten umfasst, zeigt welch wichtigen Status die Blumenzwiebel bei Gartenliebhabern hat. Speziell in England genießt die farbenfrohe Zwiebel Kultstatus und ist in vielen Ziergärten und Parks als bunter Lichtblick im Frühjahr zu finden.

Dabei ist die Narzisse pflegeleicht und langlebig und vermehrt sich zügig durch Brutzwiebeln, die sie unterirdisch ausbildet. Nach drei bis fünf Jahren kann die Blühwilligkeit der Zwiebel möglicherweise nachlassen, weshalb der Bestand dann geteilt werden sollte.

Die Narzisse ist in den vielfältigsten Farben und Größen erhältlich. Selbst gefüllte und zweifarbige Sorten, z.B. gelb-orange sind keine Seltenheit.

Narzissen zum Verwildern geeignet 

Narzissen eignen sich nicht nur wunderbar als Schnittblume, sondern lassen sich auch im Rasen, unter Bäumen oder in Blumenrabatten verwildern, so dass eine träumerische Narzissen-Oase entsteht. Eine gut geeignete Sorte zur Verwilderung stellt die duftende Dichternarzisse „Narcissus poeticus“ dar. Man sollte bei verwilderten Narzissen lediglich darauf achten, dass sie so lange stehen bleiben, bis das Kraut vollständig gewelkt ist (dies ist ca. 6 Wochen nach der Blüte der Fall). Nur so kann die Zwiebel alle Reservestoffe in die Zwiebel einlagern und blüht auch im kommenden Jahr erneut.

Falls ihr Garten von Wühlmäusen heimgesucht wird, ist die Narzisse die richtige Blume für Ihren Garten! Wühlmäuse verschmähen die Blumenzwiebeln, da sie giftig und somit ungenießbar für die Nagetiere sind.

Pflanztipps für Narzissen 

Möchte man die Narzisse als Frühjahrsblüher in das Blumenbeet pflanzen, benötigt dies keine besonderen Vorkehrungen, da die Narcissus pflegeleicht und genügsam ist. Sie wünscht sich einen sonnigen, halbsonnigen Platz und gut durchlässigen, lockeren Boden. Die Blumenzwiebeln sollten ca. 10 bis 15 cm tief gesetzt werden. Eine Pflanzdichte von 3 bis 10 Narzissen pro Quadratmeter und einen Pflanzabstand von 10 bis 30 cm abhängig von Höhe und Sorte der Blume ist zu empfehlen. Nach der Blüte sollte man darauf achten, dass man die abgeblühten Blüten entfernt, um die Bildung von Samenständen zu vermeiden. Dies gewährleistet eine reiche Blüte auch im nächsten Gartenjahr.

Aber nicht nur das Freiland ist ideal geeignet für die Narzissen; in Blumen und Schalen arrangiert sieht die gelbe Narzisse ebenso attraktiv aus. Besonders geeignet sind Zwergsorten von Narzissen, die nur ca. 15 cm hoch werden. Eine erwähnenswerte Sorte ist hierbei Narcissus cyclamineus „Tête-à-tête“, die winterhart ist und nach dem Verblühen im Topf ins Gartenbeet verpflanzt werden kann. So kann sie auch im nächsten Jahr erneut durch ihre kleinen Blüten erfreuen und schmückt im zeitigen Frühjahr das Gartenbeet.

Narzissen als Schnittblumen 

Narzissen eignen sich ebenso gut als bunte Schnittblumen. Allerdings ist Vorsicht geboten mit der Narzisse und anderen Blumen in Kombination in einer Blumenvase.

Die Narzisse scheidet aus ihren Stängeln einen Saft aus, der für andere Blumen gänzlich „tödlich“ ist! Der Saft verstopft die Leitungsbahnen der anderen Blumen und lässt sie in kurzer Zeit welken.

Möchte man dennoch Narzissen mit anderen Blumen kombinieren hilft ein einfacher Trick: die Osterglocken 1,5 Tage alleine in eine Vase stellen und warten, bis der Saft komplett ausgetreten ist. Nach dieser Zeit kann man sie erneut mit anderen Blumenkombinieren – das erneute Anschneiden der Narzisse sollte man allerdings vermeiden!

Vorsicht: Falls Kinder den Garten mitbenutzen, sollte man auf die giftige Narzisse besser verzichten. Alle Pflanzenteile, insbesondere die Blumenzwiebeln sind giftig und lösen Durchfall, Übelkeit und Erbrechen aus.

 
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