Tagblume, Tagblumen, Commelina tuberosa
Tagblumen blühen den ganzen Sommer
Dem Namen dieser hübschen Blume nach zu urteilen blüht sie den ganzen Tag, aber sie ist ausdauernder, denn die Tagblume ist ein Dauerblüher und blüht von Juni bis September und in warmen Herbstmonaten auch noch darüber hinaus bis in den Oktober hinein.
Der botanische Name der Tagblume lautet Commelina tuberosa und sie gehört als einkeimblättrige Pflanze den Commelinagewächsen, den Commelinaceae, an. In der ganzen Welt gibt es von dieser Pflanzengattung weit über hundert Variationen. Sie sind vorwiegend in den Tropen und Subtropen beheimatet.
Ihren Namen trägt diese Pflanzengattung von den holländischen Brüdern Jan und Kaspar Commelin. Der dritte dieser Brüder, die im 17. Jahrhundert lebten, starb sehr früh. Daher symbolisieren die drei Kronblätter der Blüte diese drei Brüder. Einige Arten verfügen nur über zwei voll ausgeprägte Kronblätter, während das dritte etwas verkümmert ist.
Die Farbe der Blüten ist ein kräftiges Blau. Der Wuchs der Tagblumen ist sehr krautig und die Stängel sind mal aufrecht, mal kriechend. Die Pflanze wird zwischen zwanzig und vierzig Zentimeter hoch und dehnt sich stark aus.
Idealer Standort für Tagblumen
Die Tagblume gedeiht an fast allen Standorten, bevorzugt aber einen feuchten, halbschattigen Platz und eignet sich daher sehr gut für die Uferbepflanzung des Gartenteichs. Dennoch mag sie keine Staunässe und benötigt daher einen wasserdurchlässigen Boden. In der Sonne und in einem trockenen Boden entfaltet sie nicht ihre lange Blütenpracht.
Die Blumenzwiebeln werden mit einem Pflanzabstand von etwa zwanzig Zentimetern eingepflanzt. Dabei sollte die Tiefe zwei- bis dreimal so groß sein, wie der Umfang der Zwiebel.
Pflege und Vermehrung der Tagblume
Da die Tagblume einen feuchten Boden bevorzugt, muss sie regelmäßig, aber nicht zu kräftig, gegossen werden. Sie bevorzugt einen Boden, der mäßig nährstoffreich ist, er kann sauer, neutral und auch leicht alkalisch sein kann.
Nach der Blüte im Herbst kann man die Stiele zurückschneiden, nachdem die Blätter welk geworden sind. Denn nur dann kann die Pflanze noch genügend Nährstoffe für ihren Wuchs im nächsten Jahr produzieren.
Die Vermehrung der Tagblumen erfolgt durch Knollenteilung, die bevorzugt im Mai stattfinden sollte. Dabei muss darauf geachtet werden, dass jedes Teilstück mindestens ein Auge hat, damit sich daraus eine kräftige Pflanze entwickeln kann. Auch eine Vermehrung durch Stecklinge ist möglich, im Wasser wurzeln sie sehr schnell. Die Aussaat sollte im zeitigen Frühjahr im Zimmer erfolgen. Erst nach den Eisheiligen dürfen die jungen Pflanzen in den Garten gepflanzt werden.
Überwinterung der Tagblume
Tagblumen sind nicht winterhart. Daher müssen die Knollen im Herbst ausgegraben werden, und zwar vor dem ersten Frost, weil sie sehr kälteempfindlich sind. Bei etwa fünf Grad Celsius können die von der Erde befreiten Knollen in einer Mischung aus Sand und Torf in einem dunklen Raum bis zum nächsten Frühjahr eingelagert werden. Man darf sie erst wieder nach den Eisheiligen ins Freiland pflanzen.
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