Türkische Schachbrettblume, Fritillaria michaelowskyi
Die Türkische Schachbrettblume
Die Fritillaria michaelowskyi ist eine Blume aus der Familie der Lilien-Gewächse und eine enge Verwandte der bekannten und verbreiteten Kaiserkrone, der Fritillaria imperialis. Im Gegensatz zu dieser großen und prächtig blühenden Pflanze ist sie jedoch kleiner und bescheidener, dennoch nicht weniger schön. Wie ihrem deutschen Namen zu entnehmen ist, stammt die Fritillaria michaelowskyi ursprünglich aus dem Vorderen Orient und der Türkei und ist in unseren Breitengraden noch relativ selten.
Bis zu zwanzig Zentimeter wird die zierliche Pflanze mit dem dünnen Stengel und der purpurroten Blüte hoch. Die Blätter wachsen lanzettenartig aufrecht an dem dünnen Stiel. Die glockenförmige Blüte ist ungefähr zwei bis drei Zentimeter lang und hat eine leuchtend gelbe Spitze. Die Blütezeit ist im Frühjahr von März bis Juni.
In deutschen Gärten ist diese Form der Fritillaria nur selten anzutreffen, obwohl sie von vielen Pflanzenhandlungen angeboten wird.
Aufgrund ihres Gehalts an dem Steroidalkaloid Imperialin ist die Pflanze giftig und kann das Herz-Kreislauf-System beeinträchtigen.
Idealer Standort für die türkische Schachbrettblume
Die Türkische Schachbrettblume mag sowohl einen Standort in einem normalen Blumenbeet, als auch im Steingarten und gedeiht auch im Blumentopf.
Der Standort sollte sonnig sein, aber auch im Halbschatten gedeiht die zierliche Pflanze. Sie mag einen mäßig feuchten Boden, der gut durchlässig sein muss, weil sie Staunässe nicht vertragen kann. Im Blumentopf sollte die Erde sandig sein.
Die Zwiebeln werden im Herbst ausgepflanzt. Dabei sollte der Pflanzabstand ungefähr die halbe Wuchsbreite betragen, also etwa fünf Zentimeter, bei einer Pflanztiefe des zwei- bis dreifachen Zwiebeldurchmessers.
Pflege und Vermehrung der türkischen Schachbrettblume
Die Türkische Schachbrettblume ist nicht sehr pflegeintensiv, sondern eher bescheiden. Da sie von Lilienhähnchen befallen werden kann, sollten diese regelmäßig entfernt werden, um die Pflanze vor Schaden zu bewahren. Auch Schnecken mögen die Pflanze sehr gerne und sollten daher in geeigneter Weise bekämpft werden.
Die Vermehrung der Türkischen Schachbrettblume erfolgt durch Brutzwiebeln, die die Pflanze im Laufe des Sommers bildet, und ist auch durch Aussaat möglich. Diese sollte im Herbst erfolgen, da die Pflanze ein Kaltkeimer ist.
Überwinterung der türkischen Schachbrettblume
Diese Art der Fritillaria ist absolut winterhart, so dass die Zwiebeln auch im Winter in ihrem Platz im Garten bleiben können. Sie treiben im Frühjahr von allein wieder aus. Lediglich in einem sehr kalten Winter sollte die Pflanze durch Laub oder Stroh ein wenig vor Kälte geschützt werden.
Nach der Blüte schneidet man den Stiel direkt über der Erde ab, nachdem die Blätter verwelkt sind. Bis dahin benötigt die Pflanze die Blätter noch, um genügend Kraft für den Wuchs im nächsten Jahr zu sammeln.
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