Gartentipps Januar
Was ist im Januar im Garten zu tun?
Gartenbesitzer haben auch im Januar einiges zu tun. Zwar liegt der Ziergarten noch im Winterschlaf, aber im Nutzgarten kann man bereits mit den ersten Arbeiten beginnen. Wer in seinem Garten Obstbäume stehen hat, sollte diesen nun den Winterschnitt verpassen.
Dabei ist zu beachten, dass stark wachsende Obstsorten auch noch im Februar/März geschnitten werden können, während man nun im Januar die schwächer wachsenden schneidet.
Schneiden von Obstbäumen (Pillarschnitt und Schnitt zur Pyramidenkrone)
Im zweiten Winter wird dann der Haupttrieb nicht mehr geschnitten. Nur die Waagrechten oder fast waagrechten Triebe werden abgeschnitten, damit der Baum an diesen Zonen dann Früchte tragen kann. Natürlich wird auch der Konkurrenztrieb (dieser wächst gleich nach dem Haupttrieb meist steil in die Höhe) auf einen sogenannten Pillarzapfen zurückgeschnitten. Dabei lässt man an den Trieben vom Mittelstamm etwa 2-3 cm stehen. Der Pillarschnitt eignet sich vor allem für Apfelbäume sehr gut. Stärker wachsende Obstsorten wie Birnen, Zwetschgen und Pflaumen sollten eher zu einer Pyramidenkrone erzogen werden. Dazu
Auch im dritten Jahr werden bei den Obstbäumen die Steiltriebe auf diese Pillarzapfen zurückgeschnitten. Aus diesen Pillarzapfen wachsen dann im nächsten oder übernächsten Jahr wieder Jungtriebe, welche große und aromatische Früchte tragen werden. Wassertriebe werden komplett zurück geschnitten, also glatt abgeschnitten.
Im vierten Jahr haben die meisten Obstbäume ihre Endgröße erreicht, weshalb dann der Haupttrieb welcher waagerecht nach oben wächst entfernt wird und nur der oberste Seitentrieb stehen bleibt. Steiltriebe, welche sich am Haupttrieb gebildet haben, werden wieder auf Pillarzapfen zurückgeschnitten.
Bäume ab dem fünften Jahr werden im Januar verjüngt. Triebe die älter als drei Jahre sind, werden ebenfalls auf Pillarzapfen zurückgeschnitten. So verfügt der Baum immer über junge Triebe, welche große Früchte tragen. Wichtig! Das untere Astgerüst wird verjüngt, indem man die Triebe zurückschneidet. Größere Wunden an Bäumen, welche zweifelsohne immer wieder entstehen, sollten mit Hilfe von Baumwachs geschlossen werden.
In den ersten fünf Jahren gilt als Faustregel: Alle Steiltriebe (Wassertriebe, Ständertriebe) werden entfernt. Der Mitteltrieb und die Seitentriebe werden um ¼ bis 1/3 jährlich zurückgeschnitten. Die Entfernung von hängen gebliebenen Früchten, versteht sich von selbst, denn diese bieten einen Überwinterungsplatz für Schadpilze.
Schnitt zur Pyramidenkrone
Wie schon erwähnt, eignet sich die Pyramidenkrone vor allem für die Sorten Birnen, Zwetschgen und Pflaumen. Die Pyramidenkrone besteht aus einem Haupttrieb und 3-4 Seitentrieben. Diese Triebe werden in den ersten 4-5 Jahren immer im Januar um ein Drittel oder die Hälfte eingekürzt (je nach Wuchskraft im Vorjahr).
Wichtig: Der Haupttrieb sollte durch den in der Regel längeren Rückschnitt allerdings immer seine dominierende Stellung behalten. Die 3-4 Seitentriebe sollten zu einer gleichmäßigen Krone geschnitten werden.
Seitenleittriebe erziehen für eine gute Ernte
Damit die Seitenleittriebe auch Früchte tragen, dürfen diese nicht zu steil stehen. Durch Abspreizen oder Herunterziehen kann man einen günstigen 45 Grad Winkel zum Haupttrieb erreichen. Diese Erziehung hat mehrere Vorteile. Zum einen wird die Krone des Obstbaumes geweitet, so dass mehr Licht in diese fallen kann, zum andern bilden sich so mehr Früchte.
Die Unsitte, alle Triebe zurück zu schneiden, ist immer noch weit verbreitet. Man schneidet dem Baum dabei nicht nur die schönsten Fruchtknospen weg, sondern man zwingt ihn dadurch, zur vermehrten Holztriebbildung. Das bedeutet, dass eine sehr geringe Fruchtbildung die Folge ist. Dadurch wird die Krone des Baumes immer dichter und die Früchte reifen schlecht aus. Zudem bleibt das Aroma auf der Strecke.








