Hochbeet - das alternative Gartenbeet
Unter einem Hochbeet versteht man Gartenbeete, die nicht ebenerdig angelegt sind, sondern sich über das übliche Beetniveau hinaus erheben. Hochbeete sind v.a. in naturnahen Gärten anzutreffen. Ein sogenanntes Hochbeet hat viele Vorteile: - Durch die erhöhte Wärme (5-8° C mehr) des Verrotungsprozesses, reift Gemüse schneller und kann frühzeitiger geerntet werden (ca. 6 Wochen früher).
- Verottbares Gartenmaterial findet Verwendung im Hochbeetaufbau
- Ungeeigneter, also nicht tiefgründiger oder nährstoffarmer Gartenboden kann durch ein Hochbeet "nutzbar" gemacht werden
- Rückenfreundliches und behindertengerechtes Gärtnern ist durch das erhöhte Beet möglich
Anleitung zum Aufbau eines Hochbeetes:
Das Hochbeet sollte in Nord-Süd Richtung angelegt werden, da hierbei eine ideale Ausnutzung des Sonnenlichtes erfolgt. Die Form des Hochbeetes ist meist rechteckig, bzw. kastenförmig. Material zur Hochbeet-Einfassung: - Naturbelassenes Holz
- Druckimprägniertes Holz
- Betonplatten
- Blech
- Stein (Trockenmauer, Ziegelstein etc.) Vorteile von Stein: witterungsbeständig, fäulnisresistent und gute, temperaturisolierende Eigenschaften
Natürlich gilt zu erwähnen, dass die Haltbarkeit bei Holzeinfassungen des Hochbeetes kürzer ist, als bei vergleichsweisen Einfassungen mit Beton oder Stein. Übrigens: Bei den Holzsorten hat sich Lärchenholz als sehr widerstandsfähig erwiesen - es hält auch ohne Imprägnierung bis zu 15 Jahre.
Arbeitsschritte zur Errichtung eines Hochbeetes: Zu Beginn heben Sie eine 20 bis 30 cm tiefe und ca. 130 cm breite Grube aus. Das Beet sollte nicht zu breit gestaltet werden, da man dadurch bequem von allen Seiten gärtnern kann und auch in die Beetmitte gut hinein reichen kann. Damit Eindringlinge wie Wühlmäuse und Maulwürfe keinen Schaden im Hochbeet anrichten, sollte der Boden mit engmaschigem Drahtgitter ausgelegt werden. Kleiden Sie die Innenwände des Hochbeetes mit Teichfolie aus, um zu verhindern, dass der Rahmen nicht mit der verrottenden Füllung in Kontakt kommt. Dies ist insbesondere bei Holz- und Steinumrahmungen (Feuchtigkeit könnte sonst durch den Stein sickern und ihn unansehnlich machen) zu beachten. - Schicht 1 im Hochbeet: Grober Baum- und Strauchschnitt (sorgt dafür, dass die Grünabfälle von unten gut durchlüftet werden und sich gleichmäßig zersetzen können). Damit das darauf aufgeschichtete Material nicht durchrieselt, decken Sie den Strauchschnitt am besten mit umgedrehtem Grassoden ab.
- Schicht 2 im Hochbeet: Laub, gehäckselter Strauchschnitt, Grünabfälle, zerkleinerten Staudenresten
- Schicht 3-5 im Hochbeet: Gartenerde, Kompost und Blumenerde
Die Höhe der Schichten ist abhängig von der Endhöhe des Hochbeetes, üblicherweise geht man von einer Schichthöhe von etwa 25 bis 40 Zentimeter aus. Die Pflege des Hochbeetes:Über die Jahre verrotten die Pflanzenreste im Hochbeet, wodurch das Erdreich absackt. Deshalb ist es vor dem erneutem Bepflanzen eventuell notwendig, das Beet mit Kompost erneut aufzufüllen. Nach 5 bis 6 Jahren sind die Nährstoffe im Hochbeet so weit aufgebraucht, dass man die Beetfüllung komplett austauschen sollte. Das organische Material hat sich in diesem Zeitraum so weit zersetzt, dass die im Boden enthaltenen Nährstoffe weitgehend aufgebraucht sind. Die verbrauchte Erde des Hochbeets kann dann im Garten ausgebracht werden und als Bodenverbesserung für Blumen- und Gemüsebeete dienen. Tipp: Gießen Sie das Beet im Sommer reichlich und regelmäßig. Durch den lockeren Aufbau trocknet die Erde schneller als im normalen Gemüsebeet aus und sollte deshalb stets reichlich gewässert werden. Bilder:www.wikipedia.de |