Das Hügelbeet bringt Struktur in den Garten
Ein Hügelbeet als Alternative zum Hochbeet
Grundsätzlich ist das Hügelbeet vergleichbar mit einem Hochbeet , passt sich jedoch aufgrund seiner abgerundeten Formen besser in das Bild eines natürlichen Gartens ein und bietet darüber hinaus den Vorteil, dass durch die Abschrägung eine um rund ein Drittel vergrößerte Pflanzfläche zur Verfügung steht. Weitere Gründe für die Anlage eines Hügelbeets gegenüber einem flachen Gartenbeet sind die schnellere Erwärmung des Beetes im Frühjahr, wodurch die Vegetationszeit der Pflanzen deutlich verkürzt wird, sowie die Anlage eines Beets auf fruchtbarem Boden in einem Garten, der ansonsten nicht über einen nährstoffreichen Gartenboden verfügt.
Nicht nur aufgrund der erhöhten Sonneneinstrahlung auf einem Hügelbeet wachsen Pflanzen hier besser, sondern auch wegen der besseren Bodendurchlässigkeit, durch die Staunässe vermieden wird, und aufgrund des besonders fruchtbaren Bodens, der sich zudem durch den Verrottungsprozess erwärmt.
Der Aufbau eines Hügelbeets
Die Anlage eines Hügelbeets ist nicht kompliziert. Sie sollte im Herbst stattfinden, wenn genügend Material für den Aufbau vorhanden ist. Die Form des Beets wird durch eine Grundfläche gebildet, die man rund 25 Zentimeter tief aushebt. Wegen der Sonneneinstrahlung auf das Beet ist eine Nord-Süd-Ausrichtung vorteilhaft. Um nicht Wühlmäuse anzulocken, sollte zunächst auf der Fläche ein engmaschiges Drahtnetz ausgelegt werden. Den Kern des Beetes bildet eine Holzschicht aus Ästen und gehäckseltem Holz von 50 Zentimetern Höhe. Dieser Kern wird mit dem abgestochenen Rasen der Grundfläche belegt und festgestampft, und zwar mit dem Gras nach unten. Die nächste, 25 Zentimeter dicke Schicht besteht aus Häckselgut, Herbstlaub und grobem Kompost. Die obere Schicht bildet eine insgesamt 30 Zentimeter dicke Lage aus feinem Kompost und Humuserde. Diese wird mit einer Schaufel festgeklopft, so dass sich die Form eines Trapezes ergibt.
Damit keine Hohlräume entstehen, muss jede einzelne Schicht gut festgetreten werden. Das gesamte Hügelbeet muss man gut bewässern, idealerweise auch schon die einzelnen Schichten während des Aufbaus.
Bepflanzung des Hügelbeets
Das Hügelbeet eignet sich besonders für Gemüsepflanzen, wobei eine Fruchtfolge eingehalten werden sollte, die sich an dem Nährstoffangebot des Bodens orientiert. Für die ersten Jahre bieten sich Stangenbohnen oder Zucchini an, später können auch Möhren, Salat und Spinat gut gedeihen und nach vielen Jahren bieten sich noch Kartoffeln als ideale Bepflanzung an.
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