| Feigenbaum, Feigen, Feige, Ficus |
|
| Exotische und tropische Pflanzen - Exotische Pflanzen - Pflege, Schnitt, Vermehrung | |
Der Feigenbaum (Ficus carica): Pflege, Kultivierung, Schnitt und Ernte
Schmackhafte Früchte sind nur ein Grund, warum der Feigenbaum zunehmend an Beliebheit bei Hobbygärtnern gewinnt. Inzwischen gibt es winterharte Feigenbäume ('Bayernfeige Violetta®' bis -20 Grad winterhart), die eine Überwinterung im Innenbereich des Hauses überflüssig machen. Der dekorative Baum kann nach einigen Jahren eine Höhe von 5 bis 10 Metern erreichen und hat er sich erst einmal akklimatisiert, dankt er es uns durch unzählige, schmackhafte Feigenfrüchte, die sich vielseitig verwerten lassen, jedoch auch schnell verwendet werden sollten, da sonst die Gefahr des Faulens, bzw. Schimmelns besteht. Jahreszuwachs: Freilandbäume ca. 0,5 - 1m jährlich. Im Kübel kultivierte Feigenbäume wesentlich weniger Zuwachs. Pflege: Mit kalkfreiem Regenwasser giessen. Reichlich wässern, aber jegliche Staunässe vermeiden. Vom Beginn des Austriebs bis August hat sich eine regelmäßige, kalkfreie Düngung bewährt. Standort: Große Pflanzen bevorzugen einen vollsonnigen Standort, während junge Feigenbäume meist noch recht empfindlich sind und keine volle Mittagssonne vertragen. Da der Stamm und die Äste sehr sonnenempfindlich sind, werden diese in südlichen Ländern oftmals zum Schutz gekalkt. Diese Maßnahme ist in europäischen Breitengraden jedoch nicht erforderlich. Ernte: Die Früchte sind reif, wenn sie blau-violett sind und auf leichtem Druck hin nachgeben. Sie sollten schnell verwertet werden, da sie in wenigen Tagen schimmeln können. Vermehrung, vermehren: Ausläufer, Abmoosen, Stecklinge. Ebenso leicht können die Feigen durch Samen vermehrt werden. Entnehmen Sie hierfür einige Samen aus den Feigenfrüchten, streichen diese auf ein Kreppapier und lassen diese einige Tage trocknen. Anschließend in Anzuchterde geben, evtl. mit Folie bedecken und feucht halten. Nach 4-6 Wochen keimen die Feigensamen und können weiter kultiviert werden. Überwinterung von nicht winterharten Feigenarten: Kalt und frostfrei überwintern. Da die Feigenbäume im Winter ihr Laub abwerfen, können Sie auch ohne Licht überwintert werden. Feigenbäume stets immer erst spät ins Hausinnere einräumen, da sie ein paar Minustemperaturen vertragen. Nur so viel gießen, dass der Erdballen nicht austrocknet. Im Winter nicht düngen. Im Frühjahr möglichst bald wieder ins Freiland bringen, jedoch erst langsam an die Sonne gewöhnen und nicht gleich der prallen Sonne aussetzen. Überwinterung von winterharten Feigenbäumen: Optimal ist im unteren Bereich der Feige ein Winterschutz aus Reisern, bzw. Stroh anzubringen. Junge Pflanzen sind gefährdet und sollten daher lieber frostfrei überwintert und erst in späteren Jahren ausgepflanzt werden. |
|






