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Japanische Mispel, Japanische Wollmispel, Loquats

Loquats von der Japanischen Mispel

LoquatIn europäischen Gärten wohl eher selten gedeihende Früchte sind Loquats, die Früchte der Japanischen Mispel oder Japanischen Wollmispel. Der botanische Name des Baumes lautet Eriobotrya japonica. Häufig wird der Baum aber auch einfach nur nach seinen Früchten Loquat genannt.

Bei den Loquats handelt es sich um kleine Früchte, die dem Apfel sehr ähnlich sind und einen sehr süßen, angenehmen Geschmack haben.

Die Wollmispel benötigt grundsätzlich ein mildes Klima, um gedeihen und Früchte tragen zu können. Daher wächst sie in Mitteleuropa nur an sehr geschützten Plätzen in den wärmeren Regionen. Der Baum ist immergrün und kann bis zu zehn Meter hoch werden. Während der Blütezeit in den Monaten März bis Juni ist der Baum über und über mit creme-weißen, duftenden Blüten bestückt.

Die Erntezeit der Früchte ist im späten Sommer. Man erkennt die Reife der Früchte, wenn sie sich orange-gelb verfärben und beginnen, kleine, braune Punkte zu zeigen. Diese deuten nicht darauf hin, dass die Früchte verderben, sondern dass sie reif sind.

Idealer Standort des Loquat-Baumes

Der ideale Standort für einen Loquat Baum ist in Mitteleuropa sicherlich der Wintergarten oder das Gewächshaus, wobei hier jedoch ausgewachsene Bäume kaum Platz finden werden. Aber in einigen, meist frostfreien Regionen gedeiht der Baum auch im Garten, denn er ist bedingt frostbeständig. Der Standort muss entsprechend sonnig und windgeschützt sein.

Vorteilhaft ist ein nährstoffreicher, durchlässiger Lehmboden, aber die Japanische Mispel gedeiht auch in anderen Böden.

Pflege und Vermehrung der Japanischen Mispel

Die Wollmispel sollte regelmäßig im Abstand von drei bis vier Monaten mit einem Volldünger, den man um den Stamm herum streut, gedüngt werden. Da die Wurzeln nie austrocknen dürfen, muss man den Baum regelmäßig gießen. Deckt man den Wurzelbereich mit Mulch ab, so wird die Feuchtigkeit im Boden etwas besser gespeichert. Wenn man die Fruchtbüschel, die sich an den Spitzen der Zweige bilden, im frühen Stadium ausdünnt, werden die restlichen Früchte größer.

Die Vermehrung der Japanischen Mispel erfolgt durch die Kerne der Früchte. Diese steckt man zwei bis drei Zentimeter tief in Komposterde, überdeckt die Schale mit Folie oder einer Glasscheibe und hält sie bei rund 18 Grad Celsius. Sobald die Sämlinge groß genug sind, kann man die Abdeckung entfernen. Haben sie eine Größe von ca. 10 Zentimetern erreicht, kann man sie im späten Frühjahr direkt ins Freiland pflanzen.

Ernte und Aufbewahrung von Loquats

Die Ernte erfolgt, sobald die Früchte reif sind. Man kann sie frisch verzehren und einige Tage im Kühlschrank aufbewahren. Sie lassen sich aber auch zu Kompott verarbeiten, einkochen oder zu Gelee, Saft oder Marmelade verarbeiten. Die getrockneten und gemahlenen Kerne können als Gewürz verwendet werden. Man kann sie aber auch rösten und als Kaffeeersatz verwenden.

Aufgrund ihres hohen Kalium- und Vitamin-A-Gehalts haben Loquats eine harntreibende Wirkung.

Schon gewusst? Ein konzentrierter Absud der Loquat-Blätter soll angeblich gegen Ekzeme und Hautausschläge bei Kleinkindern wirken.
Loquat-Bild: © inacio pires - Fotolia.com

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