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Nektarine, Prunus persica nectarina

Die Nektarine ist eigentlich ein Pfirsich

Die Nektarine hat nicht zufällig eine solche Ähnlichkeit mit dem Pfirsich, denn im Prinzip ist sie nichts anderes, als ein Pfirsich mit glatter Haut. Dabei handelt es sich auch nicht um eine Kreuzung aus Pfirsich und Pflaume, wie so oft zu hören und zu lesen ist, sondern tatsächlich lediglich um eine Mutation des Pfirsichs. Dabei ist die Nektarine nicht etwa eine moderne Frucht, sondern es gibt sie in China, Persien und Griechenland schon seit dem Beginn der Neuzeit. In Mittel- und Nordeuropa hat man die Pflanze erstmals im 17. Jahrhundert kultiviert, und zwar in England. Der botanische Name der Nektarine lautet Prunus persica nectarina.

Der Baum kann bis zu acht Metern hoch werden, man kann die Pflanze aber auch als Spalier oder zu einem fächerförmigen Wuchs erziehen. Er zeichnet sich durch gerade und kahle Zweige aus, die an der Seite, die der Sonne zugewandt ist, rot und an der sonnenabgewandten Seite grün sind. Die glockenförmigen, rosafarbigen Blüten der Nektarine erscheinen im späten Frühjahr, noch bevor die Blätter sich entfalten. Es gibt zahlreiche Sorten der Nektarine, die sich in der Farbe der Haut, der Farbe des Fruchtfleisches und der Art, in der das Fruchtfleisch mit dem Stein verwachsen ist, unterscheiden.

Idealer Standort der Nektarine

Der Nektarinenbaum benötigt viel Wärme und Sonne. Daher sind die Weinbaugebiete in Mitteleuropa am ehesten dazu geeignet, die Nektarine dort anzupflanzen. Der Standort im Garten muss also sonnig und windgeschützt sein. Die Pflanzung der Nektarinen erfolgt im Herbst oder im Frühjahr in einen triefgründigen, fruchtbaren und leicht sauren Boden.

Pflege und Vermehrung der Nektarine

Der Nektarinenbaum benötigt keine aufwändige Pflege. Er sollte zwei bis drei Mal im Jahr einen Volldünger erhalten und muss nur in langen, heißen Trockenperioden gewässert werden. Einer Austrocknung des Bodens kann man entgegen wirken, wenn man den Wurzelbereich mit Mulch abdeckt. Sobald sich die Früchte bilden, kann man durch Ausdünnung größere Früchte erhalten. Spätestens nach dem dritten Jahr ist ein jährlicher Schnitt im Herbst sinnvoll, um das weitere Wachstum anzuregen. Dazu entfernt man die besonders großen Triebe oberhalb der Triebknospe. Wer die Nektarine zu einem gewissen Wuchs erziehen möchte, muss die Triebe regelmäßig entfernen, die dem gewünschten Wuchs nicht entsprechen.

Die Vermehrung der Nektarine ist durch Einpflanzen des Kernes möglich. Dazu steckt man den Kern in eine nährstoffreiche Erde und deckt die Schale mit einer Folie oder einer Glasscheibe ab. Sobald die Sämlinge eine Größe von rund zwanzig Zentimetern haben, kann man sie im späten Frühjahr ins Freiland auspflanzen. Professionell erfolgt die Vermehrung der Nektarine jedoch durch Chip- oder T-Schnitt-Okulation.

Ernte und Aufbewahrung der Nektarine

Pflückreif sind Nektarinen dann, wenn sich mit einem leichten Fingerdruck das Fruchtfleisch eindrücken lässt. Erst dann darf man die Nektarinen ernten. Die Nektarinen lassen sich aber auch einige Tage aufbewahren. Aus Nektarinen lässt sich Kompott oder Marmelade, aber auch Saft herstellen.


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