Schisandra, Schisandra chinensins
Hochgeschätzt im Reich der Mitte
In der altchinesischen Medizin erkannten die Gelehrten schon vor über 2000 Jahren, dass in Schisandra die fünf elementaren Energien verkörpert sind, die man als süß, sauer, salzig, scharf und bitter herausschmecken kann.
Schisandra zählt zu den heilsamsten Kräutern Chinas. Die roten Beeren werden angewendet gegen Stress, Depressionen, Schlaflosigkeit, Albträume, Gereiztheit und Alzheimer. Aber auch bei Leberentzündung und Nierenleiden hat Schisandra eine heilende Wirkung.
Viele Paare wurden wieder glücklich, weil Schisandra bei ihnen die Liebeslust steigert und die Manneskraft stärkt.
Von der Blüte bis zur Frucht
Die Dornen-Kletterpflanze kann bis zu etwa acht Metern aufranken und gehört zur Familie der Sternanisgewächse. In der Blütezeit hauchen die zarten rosafarbenen Blüten einen aromatischen Duft aus und im Spätherbst, wenn sie zu saftigen roten Beeren herangereift sind, ist Erntezeit.
Wichtig zu wissen ist, dass es männliche und weibliche Pflanzen gibt. Man muss also, wenn man die Früchte seiner Arbeit ernten möchte, auch dafür sorgen, dass die weiblichen Pflanzen durch die männlichen befruchtet werden.
Wie Schisandra gedeiht
Die Pflanze muss gleichmäßig feucht gehalten werden, denn sie verträgt keine Trockenheit. Sie sollte regelmäßig gegossen werden, aber in Maßen, weil sie Staunässe gar nicht mag. Schisandra verträgt normalen oder sauren Boden recht gut, aber auch auf leicht kalkigem kann sie noch recht gut gedeihen.
Gedüngt wird die Schisandra normal. Schneiden kann man sie jederzeit, aber das ist nur selten notwendig. Trotz ihres wärmeliebenden Charakters hält sie Temperaturen bis zu minus 20 Grad Celsius stand und ist deshalb extrem winterhart. Nur die Jungpflanzen sind gegen strengen Frost noch relativ empfindlich, deshalb lässt man sie am besten in einem geschlossenen kühlen Raum überwintern.
Die Vermehrungsarten von Schisandra
Die Vermehrung ist relativ einfach. Man kann Wurzelausläufer abtrennen und diese in die Erde pflanzen. Zum andern ist das durch Stecklinge möglich, diese bilden am besten im Sommer Wurzeln, wenn die Beeren noch halbreif sind. Man kann aber auch die reifen Beeren im Frühjahr aussäen.
Schisandra- Rezepttipp für mehr „Lust“ in der Partnerschaft:
Schisandratee zuzubereiten ist keine Kunst, denn wer die getrockneten Beeren im Spätherbst ernten kann, bringt durch die Teezubereitung nicht nur „Schwung ins Teeglas“, sondern auch in die Beziehung. Wie der lustvolle Trink zubereitet wird, können Sie nun hier erfahren.
Zutaten:
- 5 Gramm getrocknete Schisandra-Beeren
- Wasser
Die getrockneten Schisandrabeeren werden über Nacht in Wasser eingeweicht und am nächsten Morgen abgegossen. Nun kocht man die eingeweichten Beeren mit 250 ml Wasser auf und lässt diese anschließend 15 Minuten ziehen. Fertig ist der lustvolle Schisandratee!
Übrigens entfaltet der Tee seine Wirkung nach rund 100 Tagen regelmäßigen Genusses. Also regelmäßig trinken und auf den nachhaltigen Erfolg der Schisandrawirkung warten!
Gesundheitstipp
Vorsicht, wenn zu viele Schisandrabeeren verzehrt werden, kann dies zu Sodbrennen führen.
Foto Schisandra-Beeren: russal / shutterstock.com
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