Bienenwachskerzen und Kerzen aus Sojaöl zu empfehlen
Besser Bienenwachskerzen, als Paraffinkerzen für das Fest verwenden
Wer seinen Adventskranz oder das Weihnachtsgesteck mit Kerzen bestücken
möchte, sollte darauf achten, dass diese aus reinem Bienenwachs und
nicht aus schnell abbrennendem Paraffin sind.
Der Grund: Schmilzt der
Kunstwachs, können giftige Stoffe freigesetzt werden, darunter auch
krebserregendes Benzol. Das ergab eine aktuelle US-Studie, die auf der
28. Jahrestagung der American Chemical Society (ACS) präsentiert wurde.
Der
Grundstoff Paraffin wird aus Erdöl hergestellt. Die von der
Kerzenflamme erreichte Hitze genügt nicht, um die in Paraffin
enthaltenen Stoffe vollständig zu verbrennen.
Wie die Forscher um Amid
Hamidi von der South Carolina State University beim Abbrennen solcher
Kerzen in geschlossenen Räumen feststellten, entweichen stattdessen
etliche bedenkliche Substanzen in die Raumluft, darunter Alkane,
Alkene, Ketone, Toluol oder Benzol.
Auf romantischen
Kerzenschein muss aber zukünftig nicht vollständig verzichtet werden.
Wer nur gelegentlich eine Paraffinkerze anzündet, wird die Emissionen
wohl nicht beeinflussen. Wer allerdings jahrelang täglich sehr viele
Kerzen in sehr kleinen und ungenügend belüfteten Räumen brennen lässt,
könnte gesundheitliche Probleme wie allergische Ekzeme, Asthma oder
Irritationen der Atemwege bis hin zu Lungenkrebs bekommen.
Teilweise auch Bienenwachskerzen mit Pestiziden belastet
Dumm
ist: Konventionelle Bienenwachskerzen sind oft auch mit Pestiziden und
Arzneimitteln belastet, die durch Abbrennen freigesetzt werden. Auch
Stearinkerzen sind nicht bedenkenlos einzusetzen, wenn man nicht genau
weiß, ob sie rein aus pflanzlichen Fetten gewonnen sind, da es auch
Kerzen gibt, deren Stearin aus Rindertalg und Schlachtabfällen
hergestellt wird.
Oft besitzen Stearin- und Bienenwachskerzen doch
einen hohen Paraffinanteil, was auf den ersten Blick nicht auffällt.
Neben
guten Bienenwachskerzen empfehlen die Forscher auch Kerzen aus Sojaöl.
Zusätzlich sollte der Docht der Kerze immer kurz gehalten werden, um
Rußentwicklung zu vermeiden. Aus demselben Grund sollte eine Kerze
immer gelöscht werden, indem man den Docht kurz in das flüssige Wachs
drückt.
Neu ist die Erkenntnis der amerikanischen
Wissenschaftler nicht: Die Abteilung für Luftverschmutzung der
amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA warnte bereits 2002 vor
Bleiemissionen durch Kerzen. Bild: Ilona Martin / pixelio.de, Quelle: dgk
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