Neue gefährliche Stechmücke in Europa
Asiatische Buschmücke
Die Asiatische Buschmücke (Aedes japonicus) kann Viren übertragen, die eine Gehirnentzündung - Encephalitis - verursachen können, beispielsweise das für Menschen gefährliche West-Nil-Virus. In der Schweiz und in Deutschland hat das Insekt bereits eine Fläche von 1.400 Quadratkilometern erobert.
Professor Alexander Mathis vom Institut für Parasitologie der Universität Zürich und sein Team untersuchten mögliche natürliche und künstliche Brutplätze auf das Vorhandensein von Larven der Asiatischen Buschmücke. Besonders groß war das Vorkommen in 38 Gemeinden der Kantone Aargau, Zürich, Solothurn, Luzern und Basel-Land, aber auch in grenznahen Gebieten in Südwestdeutschland. Als gut geeignet für Brutplätze erwiesen sich Blumenvasen auf Friedhöfen, die meist in großer Zahl vorhanden sind.
Ursprünglich in Japan, Korea und China zu Hause, wurde die Asiatische Buschmücke 1998 nach Nordamerika eingeschleppt, wo sie mittlerweile in 22 Staaten der USA und in Teilen Kanadas entdeckt wurde. Einige Larven dieser Art wurden im Jahr 2000 in Frankreich auf einem Lagerplatz für gebrauchte Reifen entdeckt. Dank der eingeleiteten Bekämpfungsmaßnahmen konnte die Mücken aber ausgerottet werden. In Belgien existiert seit 2002 eine Population dieser Mückenart lokal begrenzt auf zwei benachbarten Lagerplätzen, doch wurde keine weitere Ausbreitung beobachtet.
Quelle: idw - Universität Zürich, 31.08.2009 - DLO
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