Blumenerde
Zur Kultivierung von Balkon- und Terrassenpflanzen bietet sich Pflanzenerde aus dem Handel an. Auf diese Weise lassen sich Blumenkästen und Töpfe schnell und praktisch bepflanzen.
Anlässlich professioneller Untersuchungen solcher Fertigerden wurden leider etliche Mängel festgestellt.
Falsche Inhaltsangabe bei der Blumenerde
Anscheinend bezieht sich die angegebene Füllmenge in Litern auf einen lockeren Zustand der Erde. Durch das Aufeinanderstapeln beim Lagern wird die Erde verdichtet. Das wäre zumindest eine Erklärung, warum in vielen Fällen die Angaben auf der Verpackung von einem höheren Inhalt ausgehen als die Messung ergab.
Nährstoffe der Blumenerde
Wenn Pflanzen in einer frisch gekauften Blumenerde eher verkümmern statt prächtig zu wachsen, wird die Ursache fehlender Stickstoff im Substrat sein.
Wildwuchs
In Pflanzenerde aus dem Handel sollten sich normalerweise keine Samen befinden. Ähnelt ein Blumenkasten etwa zwei Wochen nach dem Bepflanzen einem Wildwuchsbeet, kann es nur an vorhandenen Samenkörnern in der Pflanzenerde liegen.
Wiederbefeuchtung der Blumenerde
Vor allem die Substrate aus zersetztem Torf schnitten in diesem Punkt sehr schlecht ab. Risse und Spalten bildeten sich bei totaler Austrocknung übermäßig stark. Gießen hatte zur Folge, dass das Wasser durch die Risse durchlief und ungenutzt aus dem Abflussloch sickerte.
Bessere Ergebnisse konnten Produkte verzeichnen, die noch zusätzlich Ton, Holzfasern oder Kompost enthielten. Ausgetrocknete Wurzelballen werden übrigens idealerweise im Wasserbad genässt. Sobald keine Luftblasen mehr aufsteigen, hat sich die Erde wieder vollkommen mit Wasser vollgesogen. Allerdings sollte dieses Wässern nicht allzu lange andauern, sonst wird einer Wurzelfäule Vorschub geleistet.
Anreichern von Blumenerde
Aufgrund der Ergebnisse dieser Untersuchung sollte deshalb gekaufte Gartenerde besser nicht alleinig zur Anwendung kommen. Effektiver für die Gewächse ist die Anreicherung mit Kompost oder mit Dünger.
Gut ausgereifter Kompost trägt zur Verbesserung des Humusanteiles bei und erhöht die Konzentration von Phosphor und Kalium. Bei Pflanzen mit einem hohen Nährstoffbedarf kann es jeweils zur Hälfte sein. Für anspruchslosere Gewächse reicht ein Verhältnis 1 zu 4, also ein Teil Kompost und 4 Teile Blumenerde.
Die Anreicherung der Pflanzenerde mit Hornspänen oder mit Hornmehl bewirkt einen höheren Stickstoffgehalt. Ähnlich wie bei den Langzeitdüngern, geben Hornspäne ihre Wirkstoffe erst nach und nach frei.
| Bodenanalyse → |
|---|








