Moorboden im Garten
Wer in der Nähe einer Moorlandschaft wohnt, wird diese Bedingungen wahrscheinlich auch in seinem Garten vorfinden. Früher gab es in Deutschland weit aus mehr Moore als heute. Sie wurden zum großen Teil entwässert, bebaut oder anderweitig nutzbar gemacht.
Der Torf landete in Säcken verpackt im Handel. Mittlerweile sorgen Moorschutzprogramme dafür, dass diese Landschaften erhalten bleiben und als Ökosystem bedrohten Tierarten Rückzugsräume bieten.
Moorboden bestimmen
Ein typischer Moorboden ist an seiner dunkelbraunen bis nahezu schwarzen Farbe leicht erkennbar. Er ist gewöhnlich gut durchnässt und besteht aus organischem Material, das teilweise bereits verrottet ist.
Sehr nasse Moorböden können nur wenig Luft speichern, was sich auf die Pflanzen negativ auswirken kann. Ist ein Moorboden einmal komplett ausgetrocknet, nimmt er nur sehr schlecht wieder Feuchtigkeit auf.
Pflanzen für den Moorboden
Brombeer- und Himbeersträuchern sowie Heidelbeerpflanzen kann ebenfalls ein gewisser Mooranteil im Boden zugemutet werden. Was das Gemüse betrifft, fühlt sich nur Rhabarber bei extrem sauren Bedingungen wohl. Kartoffeln und Erdbeeren tolerieren zumindest einen etwas niedrigen pH-Wert.
Bodenverbesserung bei Moorboden
Vor allem im norddeutschen Raum kommt Moorboden öfters vor. Für den Gemüsegarten ist diese Bodenart weniger geeignet, weshalb eine Bodenverbesserung unumgänglich sein wird, wenn die Mühe im Garten auch mit Erfolg gekrönt sein soll. Mit der Zugabe von Gesteinsmehl und Kalk wird ein höherer pH-Wert erreicht. Entsprechende Messgeräte hält der Handel zum Kauf bereit.
Ist nach einem einmaligen Kalken noch immer kein pH-Wert zwischen 5,0 und 5,5 erreicht, sollte der Vorgang wiederholt werden. Damit der Boden auch noch zusätzlich eine bessere Wasseraufnahmefähigkeit bekommt, hilft das Einarbeiten von Ton oder Lehm. Dann fühlt sich die Erde auch nicht mehr so nass an.
Weil Moorboden nur sehr wenige Spurenelemente besitzt, kann mit einem Dünger aus dem Handel auch dieses Mango verbessert werden und natürlich mit Kompost. Mit all diesen Maßnahmen sollte der Gemüseanbau letztendlich doch gelingen.
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