Sandboden im Garten

Um zu wissen, welcher Dünger im Garten zum Einsatz kommen soll, muss zunächst einmal der Ist-Zustand überprüft werden. Verschiedene Konsistenzen besitzen sowohl positive als auch negative Aspekte, den Blumen- und Gemüseanbau betreffend.

Zur Kontrolle eignet sich hervorragend eine Knetprobe mit der Hand. Wie fühlt sich die Erde an, wenn sie zusammengedrückt wird und wie reagiert sie? Lässt sie sich in keinster Weise formen und rieselt sogar teilweise durch die Finger, handelt es sich um einen typischen Sandboden. Bei genauer Betrachtung sind die zahlreichen Sandkörner zu erkennen.

Sandboden – Vorteile

Ein Sandboden bildet keine Staunässe, denn er ist überaus durchlässig. Dadurch werden die Wurzeln bestens mit Sauerstoff versorgt und können sich wunderbar ausbreiten. Sandböden sind darüber hinaus in keinster Weise schwer und lassen sich deshalb gut bearbeiten.

Außerdem nimmt Sand ähnlich wie Steine Wärme auf, speichert sie und gibt sie nachts an die Pflanzen ab, wodurch besonders im Frühjahr und Herbst Nachtfröste etwas abgemildert werden.

Sandboden – Nachteile

Die Wasserdurchlässigkeit kann natürlich auch ungünstig sein. Wenn es einige Zeit nicht regnet, trocknet der Boden verhältnismäßig schnell durch. Pflanzen, die längere Trockenperioden nicht vertragen, müssen somit regelmäßig gewässert werden. Sandiger Boden besitzt zudem wenig Nährstoffe. Für Starkzehrerpflanzen ist er deshalb nicht geeignet oder muss entsprechend angereichert werden.

Vorschlag zur Bepflanzung des Sandbodens

Ein typischer Sandboden eignet sich hervorragend für einen Steingarten, besonders wenn es sich um eine Hangfläche handelt. Die dafür verwendeten Pflanzen lieben einen kargen Boden und werden sich deshalb wohl fühlen. Allerdings sollte ein Steingarten nicht allzu sehr im Schatten liegen, weil die Gewächse Licht und Sonne benötigen. Viele Kräuterarten bevorzugen ebenfalls ein sandiges Erdreich.

Bodenverbesserung bei Sandboden

Soll auf einem Sandboden Gemüse wachsen, bedarf es kräftige Düngergaben. Gut ausgereifter Kompost ist ideal. Damit der Boden mehr Wasser speichern kann, hat sich Gesteinsmehl bewährt. Es sollte allerdings etwas in den Boden eingearbeitet werden, damit es der Wind nicht fortweht. Zur Auswahl stehen Urgesteinsmehl und Tonmehl.

Bei einem sandigen Boden wird das Umgraben zum größten Teil überflüssig. Es ist sogar eher ungünstig, weil dabei die Bodenlebewesen zu sehr gestört werden. Wenn, dann sollte das Umgraben nur selten und in schonender Weise erfolgen. Regelmäßiges Durchziehen mit einem Kultivator bzw. mit einem sogenannten Sauzahn reicht eigentlich vollkommen aus.


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