Brunnenkresse - Wo ist die wilde Brunnenkresse geblieben?

Brunnenkresse – Wo ist die wilde Brunnenkresse geblieben?

BrunnenkresseAndreas aus der Bergstadt Freiberg fragt:

Brunnenkresse - wo ist sie geblieben? Bin als Kind auf dem Lande aufgewachsen und konnte sie hinterm Haus ernten, ein leckeres Abendbrot. Sie würde jetzt unter Naturschutz stehen, aber noch hier und da auf Märkten verkauft werden. Ist das noch die "originale" Kresse? Ist ein Anbau im Kräutergarten am Fenster möglich? Für einen Tipp schon jetzt herzlichen Dank.

Gartenzeitung.com antwortet:

Die wilde Brunnenkresse ist in der Tat immer seltener zu finden. Früher war sie in vielen feuchten und nassen Bereichen heimisch, jedoch sucht man die wilde Brunnenkresse heute oft vergeblich. Dies liegt sicherlich unter anderem daran, dass die wilde Brunnenkresse sehr anspruchsvoll ist, was die Wasserqualität anbelangt. Da die Brunnenkresse aber vor allem auf feucht-nassen Untergründen, bzw. in Bachläufen, Quellen und nahe von reinem Wasser etc. heimisch und die Wasserverschmutzung heutzutage keine Seltenheit ist, wird die wilde Brunnenkresse in der freien Natur immer seltener. Übrigens gilt das Wachsen der Brunnenkresse in Feuchtgebieten als Indikator für gute Wasserqualität - hieran sieht man, wie anspruchsvoll die wilde Brunnenkresse in Bezug auf Wasserqualität und Reinheit des Wassers ist!

Auch Fluss- und Bachbegradigungen tragen ihren Teil dazu bei, weshalb die Brunnenkresse in der freien Natur immer weniger gefunden und gesammelt werden kann.

Brunnenkresse als Züchtung

Als Alternative für die wild wachsende Brunnenkresse bietet der Markt verschiedene Züchtungen an Brunnenkressesorten an. Meist kann man diese Sorten auf dem Wochenmarkt oder im Supermarkt erwerben, wobei die wilde Brunnenkresse geschmacklich kaum zu übertreffen ist.

Wahlweise wird gezüchtete Brunnenkresse als „Sträußchen" oder im Topf angeboten. Hat man das Glück und findet gezüchtete Brunnenkresse im Topf kultiviert, so kann man problemlos die Brunnenkresse in einem Blumenkasten oder Topf auf der Fensterbank oder im Garten kultivieren. Eines ist bei der Kultivierung der Brunnenkresse stets zu beachten: Brunnenkresse benötigt einen feucht-nassen Boden. Hierfür kann man ganz einfach einen wasserdichten Blumenkasten oder Blumentopf nehmen, die Brunnenkresse oder Ableger der Brunnenkresse einpflanzen, wobei ein schattiger Standort anzuraten ist. Das Wasser sollte stets im Pflanztopf, leicht über der Erdoberfläche stehen und die Oberfläche muss regelmäßig aufgelockert werden, damit sich keine Algen auf dem feuchten Biotop bilden. Nachdem die Brunnenkresse nicht immerwährend ist, sollten hin und wieder Ableger genommen und in einem neuen Topf gepflanzt werden.

Brunnenkresse ernten

Ernten kann man die Brunnenkresse dann, wenn die Triebe 12 cm oder länger sind. Züchtungen der Brunnenkresse erntet man in den Sommermonaten, handelt es sich um wilde Brunnenkresse, so kann man durch das ganze Jahr hindurch die gesunden und heilsamen Triebe ernten, wobei das Frühjahr besonders zu empfehlen ist.

Zur Trocknung ist die Brunnenkresse übrigens nicht geeignet. Beliebt hingegen ist sie als Salat, als Zutat im Kräuterquark oder in einer geschmacksintensiven Kräuterbutter. Foto Brunnenkresse: © Heike Rau - Fotolia.com

Video und Informationen zur Brunnenkresse

Bitte anklicken, um das Video über die Brunnenkresse anzusehen.



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