Berberitze, Berberis vulgaris
Berberitze als Heckenpflanze
Synonyme: Dreidorn, Essigbeere, Sauerdorn, Zizerl
Die Berberitze oder auch Sauerdorn genannt hat ihren Namen aus dem arabischen, „Berberys" heißt so viel wie Beeren und gehört zur Gattung der Berberidacea. Es gibt etwa 450 verschiedenen Arten, von immergrün bis laubwerfend wobei etwa ein Dutzend der Arten als Heckenpflanzen benutzt werden.
Berberitzen sind bei uns häufig als Gartenschmuck oder Heckenpflanzen zu sehen. Sie sind ungiftig auch wenn die Beeren nicht zum Verzehr geeignet sind, wird in manchen Teilen von Frankreich ein schmackhafter Gelee daraus bereitet.
Im Frühling treiben leuchtend gelbe oder orange Blüten aus, die Blätter haben unterschiedliche Farbvarianten. Sie können grün oder goldfarben ebenso wie purpur oder bronzefarben sein. Die Beeren, die im Spätsommer oder Winter hervorkommen sind entweder rot oder blauviolett. Da es unzählige verschieden Arten der Berberitze gibt, variieren sie auch in der Höhe und Wuchsform.
Somit können diese Arten zwischen 30 und 210 Zentimeter hoch werden und die Formen variieren von kriechend über runde bis hin zu aufrecht wachsenden Arten. Nachteil der Berberitze ist leider, dass sie an den Blättern kleine spitze Stacheln hat, ebenso sind die Äste dieser Heckenpflanze mit Stacheln überzogen.
Pflege und Standort der Berberitze
Der Standort der Berberitze ist relativ einfach zu wählen. Sie verträgt alle Bodenarten jedoch darf sich keine Staunässe bilden. Damit sich das Herbstlaub und die Beerenfrüchte optimal entfalten können benötigen nur die laufabwerfenden Arten einen vollsonnigen Standort. Immergrüne Pflanzen können gut im Halbschatten gepflanzt werden.
Laubwerfende Arten werden am besten in der Zeit zwischen Herbstmitte und Spätherbst gepflanzt, immergrüne Sorten von Frühherbst bis Herbstmitte. Ist die Berberitze einmal gepflanzt gibt es nicht mehr viel zu beachten. Selbst ein Rückschnitt muss nicht regelmäßig stattfinden und es können lediglich die zu lang und sperrig gewachsenen Äste abgeschnitten werden. Hierbei sollten allerdings wegen der Stacheln Handschuhe getragen werden.
Vermehrung der Berberitze
Aus dem Samen reifer Beeren können diese Pflanzen gezogen werden. Sicherer ist es allerdings, etwa 7,5 Zentimeter lange Seitentriebe zu schneiden und in lockere Erde zu stecken. Diese Stecklinge werden am besten im Spätsommer oder Frühherbst geschnitten.
Heilwirkung der Berberitze
Heutige Untersuchungen bestätigen die Wirksamkeit der Berberitzenwurzel, denn diese kann erfolgreich gegen diverse Erkrankungen und Krankheitserreger (z.B. Staphylococcus aureus etc.) verwendet werden. Zusätzlich kann die Berberitze zur Anregung der Nierenfunktion oder aber zum Abbau von Gallensteinen, Nierensteinen, oder Blasengrieß eingesetzt werden. Auch Myome werden teilweise in der Naturheilkunde mittels der Berberitze behandelt.
Die Einnahme der Berberitzenwurzel ist bei Schwangeren keinesfalls angebracht, da sie Wehen auslösen kann. Auch bei einem sogenannten Reizdarm oder Gallenkoliken ist die Verwendung von Berberitzenwurzel nicht empfehlenswert.
Berberitze als färbende Pflanze
Traditionell ist die Berberitze als Färberpflanze bekannt. Sowohl durch die Wurzel, als auch durch die Rinde wurden Baumwolle, Seide und Wolle in einem leuchtenden gelb eingefärbt. Die roten Beeren können ebenso für einen rosenroten Farbton verwendet werden und eignen sich zur Farbgebung für Leder, Wolle, Seide und Baumwolle. Durch den Zusatz von Zinnbeize färben die Beeren die Stoffe nicht mehr rosenrot, sondern karminrot. Darüber hinaus kann der Saft der Berberitzenbeeren als Tinte eingesetzt werden. Foto Berberitze: © Johanna Mühlbauer - Fotolia.com
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