Große Qualitätsunterschiede beim Rattan
Warum man beim Kauf auf Qualität achten sollte
Nach einem langen Winter, freut man sich umso mehr über die ersten wärmenden Sonnestrahlen. Höchste Zeit also, die Freiluftsaison einzuläuten und Balkon, Terrasse und Garten auf Vordermann zu bringen. Auf der „To-Do Liste“ ganz oben, steht für viele Menschen die Anschaffung neuer Gartenmöbel. Damit man dieses Vorhaben auch ja nicht vergisst, flattern fast täglich Prospekte und Kataloge ins Haus, die mit „unschlagbar günstigen Frühlingsschnäppchen“ werben. Blättert man einmal die Seiten durch, oder informiert sich via Internet über Gartenmöbel, wird man zwangsläufig über die Materialbeschreibung „Rattan“ stoßen. Nahezu jedes Modell aus Geflecht wird als echtes Rattanprodukt bezeichnet und garantiert damit, wie viele Leute fälschlicherweise glauben, für Stabilität, Langlebigkeit und Sitzkomfort.
Steht die neue Sitzgruppe, die man unglaublich günstig bekommen konnte, dann im Garten, wird die Vorfreude auf ausgedehnte Grillabende oder Kaffeetafeln schnell getrübt: das Geflecht knarrt, sobald man sich darin bewegt, ist unbequem, und schon nach einer Saison ist das „Rattan“ verfärbt, porös und rissig und die neuen Möbel nur noch ein Fall für den Sperrmüll. Dass man im Vorjahr auf ein vermeintliches Schnäppchen hereingefallen ist und dass die Bezeichnung „Rattan“ allein kein Garant für hochwertige (Garten-)möbel ist, sollte jedem zu diesem Zeitpunkt klar sein. Doch, dass die Ursache des Problems nicht ausschließlich in der minderwertigen Materialqualität begründet liegt, wollen sich viele Gartenbesitzer nicht eingestehen.

Zunächst einmal sollte jeder wissen, dass Rattan absolut kein Material ist, dass für die Verwendung im Außenbereich produziert wird, auch wenn viele Filme, Bilder und Erzählungen das Gegenteil zu beweisen scheinen. Das Naturgeflecht reagiert, da es seiner natürlichen Schutzhaut vor dem Flechten beraubt wird, äußerst empfindlich auf UV-Strahlung und andauernde Feuchtigkeit. Beide Faktoren führen, über kurz oder lang zum Reißen des Geflechts. Diejenigen, die bei ihren Gartenmöbeln aber auf die natürliche und mediterrane Optik des Geflechts nicht verzichten wollen, haben hier verschiedene Möglichkeiten. Zunächst einmal gibt es mittlerweile eine große Auswahl an Rattanmöbeln, bei denen die oben erwähnte Schutzschicht noch vorhanden ist. In diesem Fall spricht man von ungeschältem Rattan. Dieses erkennt man selbst als Laie recht schnell an den so genannten Knotenansätzen der Außenhaut.
Wo natürliches Rattangeflecht eine glatte Oberfläche hat, weist die ungeschälte Variante, in unregelmäßigen Abständen, ringartige Auswüchse auf, die sich wie ein Kreis um das Geflecht legen. Solche Möbel sind ideal zum Einsatz für den überdachten Außenbereich geeignet, sollten aber keinesfalls ganzjährig im Freien verbleiben, da selbst die natürliche Schutzhaut, das Rattan nicht ausreichend vor der Witterung schützt. Polyrattan Gartenmöbel dagegen, eine Kunststoffvariante des Rattans, wird speziell für den ganzjährigen Gebrauch unter freiem Himmel produziert.
Die Materialzusammensetzung schützt die Möbel nicht nur vor Verfärbung oder Verformung, sondern lässt Schmutz und Regenwasser einfach vom Geflecht abperlen. Besonders „Putzmuffel“ sind begeistert von der Unkompliziertheit, die sich in der Handhabung mit diesem Material ergibt. Doch auch hier ist Vorsicht geboten: viele Händler werben mit Möbeln aus „Polyrattan“, doch handelt es sich hierbei lediglich um eine Materialbezeichnung und keinen Qualitätsgarant.
Wer auf wirklich langjährig gleich bleibende Qualität seiner Gartenmöbel setzen möchte, sollte sich bei Polyrattanmöbeln unbedingt für so genannte Markengeflechte, wie Rehau, Raucord, Hularo oder Virofibre entscheiden und das diese Geflechte von unabhängigen Instituten auf Wetter- und UV-Beständigkeit geprüft werden.








