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Wachsende Gefahr durch Ambrosia | Gartenwissen

Wachsende Gefahr durch Ambrosia

Beifußblättrige Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia)

Ambrosia wild in der NaturDas Ambrosia, - früher auch als unsterblich machende Speise der Götter bezeichnet, und das Beifußblättrige Traubenkraut haben in der Natur wahrscheinlich nichts gemeinsam.

Da jedoch zu dieser Jahreszeit das Thema Pollen und Heuschnupfen gerade sehr aktuell ist, wollen wir hier näher auf die Ambrosia artemisiifolia (Beifußblättrige Traubenkraut) eingehen, da diese Kraut als besonders allergieauslösend gilt.

Obwohl einige Botaniker, die Gefahren welche von der Ambrosia ausgeht, leichtfertig mit der Begründung herunterspielen, dass eine Bekämpfung unnötig ist, da sich das Unkraut wegen den ungünstiger Bedingungen in Deutschland sowieso nicht wohlfühlt, gelten gerade unter Allergologen die winzigen Pollen der Ambrosia artemisiifolia als besonders aggressiv und können neben starken Allergien sogar Asthma auslösen.

Fortschreitende Verbreitung von Ambrosia

Begünstigt durch den Klimawandel sowie menschlicher Unachtsamkeit, konnte sich die Ambrosia-Pflanze invasionsartig ausbreiten und stellt folglich eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit der Allgemeinheit dar.

Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen reagieren nahezu alle Pollenallergiker und ein Großteil der europäischen Bevölkerung, empfindlich auf die Pollen der Ambrosia artemisiifolia. Demzufolge sind die Pollen der Ambrosia-Pflanze das weltweit aggressivste Pollenallergen, sogar um ein vielfaches aggressiver als alle, in Deutschland bekannten Baum- und Gräserpollen, zusammen.

Durch die, von Ende Juli bis zum ersten Frost verlängerte Hauptblütezeit der Pflanze, verlagert sich sogar der Zeitraum, in dem der Pollenallergiker normal leidet, um einige Monate, - bis in den Spätherbst. Wer also noch im Oktober mit starken Heuschnupfen-Beschwerden kämpft, sollte unbedingt feststellen lassen, ob er bereits allergisch auf Ambrosia-Pollen reagiert, da eine unbehandelte Ambrosia-Allergie ein erhebliches Risiko darstellt um an Asthma zu erkranken.

In Nordamerika gelten die Pollen der Ambrosia bereits als das Allergen Nummer Eins. Um dort bei Pollenallergikern neben Augenjucken, Tränen, Kopfschmerzen und Heuschnupfen auch heftigere Symptome wie Atemnot oder gar Asthma auszulösen, genügt bereits eine kleine Menge an Pollen in der Luft.

Verbreitung des Ambrosiakrauts

AmbrosiablätterObwohl in Deutschland bislang nur wenige, größere Ambrosia- Vorkommen nachgewiesen wurden, geht auch von kleineren Beständen eine nicht zu unterschätzende gesundheitliche Gefahr aus.

So kann es vorkommen, dass bei seltenen Winden aus Richtung Südost ebenfalls auch enorme Mengen von Ambrosia-Pollen bis nach Deutschland gelangen.

Nicht nur witterungsbedingt verbreitet sich der Ambrosia-Samen, größtenteils geschieht es auch über den internationalen Handel mit landwirtschaftlichen Produkten, wie Saatgut und Futtermittel. Selbst durch die Beförderung von Erdaushub und Grünpflanzen in der Landwirtschaft findet man Ambrosia-Pflanzen auf auch landwirtschaftlichen Nutzflächen, in Neubaugebieten und entlang von Land- und Forstwirtschaftlichen Verkehrswegen.

Zunehmend gelangt die Ambrosia auch durch Ambrosia-Samen vermischtes Vogelfutter in private Gärten, Parks und Zoos.

Bekämpfung des Beifußblättrige Traubenkrauts

Da bei sehr empfindlichen Personen nach Hautkontakt mit einer Ambrosia-Pflanze in seltenen Fällen auch Hautreizungen und Ausschlag auftreten können, sollten beim Ausreißen der Pflanzen Staubschutzmasken sowie Handschuhe benutzt werden. Allergiker sollten diese Arbeiten überhaupt nicht selbst ausführen.

Weitere Bekämpfungsmaßnahmen sind relativ kostengünstig. So sollten z.B. der Garten und private Grünanlagen regelmäßig beobachtet und bei Ambrosia Befall das Unkraut bereits vor der Blütezeit, mit der gesamten Wurzel ausgerissen und im Hausmüll (nicht Kompost) in Kunststoffsäcken verpackt und entsorgt oder verbrannt werden.

Bisher sind biologische Unkrautbekämpfungsmittel oder natürlichen Feinde für den Einsatz gegen das Traubenkraut nicht bekannt.

Fotos Ambriosia "wild in der Natur" und "Nahaufnahme" von shutterstock.com


Suchbegriffe
allergie, allergiker, ambrosia, pollen, pollenallergie, pollenflug, traubenkraut
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Kommentare  

 
+1 #1 Helga 2013-07-22 16:13
Viele Menschen kennen diese Pflanze immer noch nicht. Ich hatte sie vor ein paar Jahren erstmals im Garten und halte nun immer besonders unter dem Futterhäuschen nach Sämlingen Ausschau. Trotz Beteuerung müssen immer wieder einige Samen im Vogelfutter sein.
Liebe Grüße Helga
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