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Dienstag, 6. Januar 2009
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Fruchtfolge im Gemüsegarten - die Abwechslung macht's!

FruchtfolgeDa die Pflanzen dem Boden Nährstoffe entziehen und unter anderem auch giftige Stoffwechselprodukte nach ihrem Anbau in der Gartenerde hinterlassen, können Pilzerkrankungen und Nematoden im Boden die Folge sein. Immer häufiger wird deshalb heutzutage darauf geachtet, dass eine gesunde Mischkultur und ein Fruchtwechsel erfolgen, um ein derart einseitiges Auslaugen des Gartenbodens zu verhindern.

Baut man im selben Beet jährlich ein anderes Gemüse an, schützt man den Boden langfristig vor einem einseitigen Nährstoffentzug. Dies gelingt durch die wechselnde Abfolge von Stark-, Mittel-, und Schwachzehrern. Zusätzlich können durch den stetigen Wechsel von verschiedenen Bepflanzungen Krankheiten und Schädlinge nicht ins nächste Gartenjahr verschleppt werden. 

Die Faustregel für die Fruchtfolge: Dasselbe Gemüse erst wieder nach drei Jahren auf dem gleichen Beet anpflanzen.

 

Beet 1: für Starkzehrer Starkzehrer entziehen dem Boden viel Stickstoff und benötigen Dünger. Zu den Starkzehrern zählen zum Beispiel Kohl, Lauch, Kartoffeln, Rot-, Weißkohl, Wirsing, Blumenkohl, Rosenkohl, Chinakohl, Gurken, Sellerie, Kürbis, Zucchini, Tomaten, Rhabarber und Mais. Das Beet für Starkzehrer wird im Herbst des Vorjahres mit Kompost, Stallmist und/oder Gründüngung versetzt. Im Frühjahr wird reifer Kompost in den Boden eingearbeitet.

Beet 2: für Mittelzehrer (Zwiebel, Knoblauch, Salat, Karotte, Lauch, Zwiebeln, Knoblauch, Möhren, Rote Beete, Fenchel, Salatarten, Spinat, Schwarzwurzeln, Radieschen, Kohlrabi, Paprika, Melonen). Bie diesem Beet hat sich im Frühjahr eine kleine Gabe von Kompost und etwas Gründünger über den Winter bewährt.

Beet 3: für Schwachzehrer oder Geber (Erbse, Buschbohne, Dill, Kräuter), die dem Boden wenig Nährstoffe entziehen oder ihm sogar Nährstoffe zurückgeben. Dieses Beet kommt während der Wachstumszeit ohne zusätzliche Düngung aus. Im anschließenden Herbst wird es für die nächste Gartensaison mit Starkzehrern vorbereitet (siehe oben).

Ausnahmen:

  • Beim Auftreten von Erkrankungen ist eine längere Anbaupause notwendig, da die  Schadenserreger  teilweise jahrelang im Erdreich überdauern können
  • Tritt bei Kartoffeln ein Nematodenbefall auf, muß  ebenso ein mehrjährige Anbaupause erfolgen
  • Rhabarber kann jahrelang an ein und demselben Standort verbleiben
  • Tomaten können zwei auffeinander folgende Jahre auf dem gleichen Beet verbleiben
 
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