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Radieschen, Raphanus sativus | Gemüsesorten

Radieschen, Raphanus sativus

Der kleine Radi ist das Radieschen

Das Radieschen gehört zu den Kreuzblütlern und zu den Rosidaen, also den Rosengewächsen. Es gehört zur Gattung des Rettichs und ist tatsächlich der kleinste Vertreter dieses Gemüses. Der botanische Name des Radieschens lautet Raphanus sativus, der Name Radieschen aber greift auf das lateinische Wort radix für Wurzel zurück.

Bis zu drei Zentimeter dick werden die kleinen roten Knollen mit dem scharfen Geschmack. Die kleinen Rettich-Pflänzchen haben eine kurze Keimzeit von einer Woche und können sowohl zur Zwischenpflanzung angebaut werden, als auch zur Nachbepflanzung im Gemüsebeet. Bereits vier bis sechs Wochen nach der Aussaat können Radieschen geerntet werden. Neben den roten Radieschen gibt es auch eine weiße Sorte mit dem Namen Eiszapfen.

Die Radieschen-Arten unterscheiden sich vorwiegend nach der Zeit der Aussaat in frühe Sorten und Sommerradieschen. Die Blüte des Radieschens ist klein und blassrosa.

Anbau und Pflege von Radieschen

Radieschen können bereits im Februar im Frühbeet ausgesät werden oder ab März im Freiland. Rund um die Radieschen sollte ein Reihenabstand von rund zehn bis fünfzehn Zentimetern eingehalten werden. Die Samen werden nur ungefähr einen Zentimeter dick mit Erde bedeckt. Das Radieschen verträgt sich nicht mit Gurken und Wassermelonen und sollte daher auch nicht in deren Nähe gepflanzt werden.

Da das Radieschen keine großen Ansprüche an Standort und Boden stellt, reicht eine Düngung mit Kompost aus. Wichtig ist aber, dass der Boden immer mäßig feucht gehalten wird, weil bei Trockenheit der Geschmack und die Konsistenz der Knollen leiden. Das Radieschen wird holzig, wenn man es zu spät erntet.

Haben die Pflanzen durchlöcherte Blätter, dann deutet das auf einen Befall von Erdflöhen hin. Dieser kann vermieden werden, wenn der Boden um die Radieschen regelmäßig aufgelockert wird.

Vitamin- und Mineralstoffgehalt der Radieschen

Radieschen haben einen besonders hohen Kaliumgehalt, enthalten viel Vitamin C, Calcium und Phosphor.

Verzehr und Verarbeitung von Radieschen

Radieschen werden in der Regel direkt nach der Ernte roh verzehrt. Sie eignen sich als Brotbelag und zur Anreicherung von Salaten. Bestreut man die Radieschen mit etwas Salz, so wird der scharfe Geschmack verringert.

Auch die Blätter der Radieschen sind zum Verzehr geeignet. Sie können ebenfalls im Salat verwendet werden, aber eignen sich auch zu einer Zubereitung ähnlich der des Spinats.

Die Aufbewahrung von Radieschen ist nicht einfach, da sie sehr schnell an Frische, Konsistenz und Aroma verlieren. Bis zu zwei Tagen kann man sie im Kühlschrank aufbewahren, sofern das Laub vollständig entfernt ist, und die Radieschen in ein feuchtes Tuch eingeschlagen werden. In einem luftdicht verschlossenen Plastikbeutel lassen sich die Radieschen einige Tage länger aufbewahren.


Suchbegriffe
gemüsesorten, radieschen, raphanus sativus

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