Rosenkohl, Brassica oleracea var. gemmifera
Essbare Röschen - Rosenkohl aus dem eigenen Garten
Der Rosenkohl ist eine zweijährige Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler. Die kleinen Kohlröschen wachsen an fünfzig bis siebzig Zentimeter hohen Strünken. Genau genommen sind die Kohlröschen Blütenknospen, die sich, wenn man sie nicht abpflückt, im zweiten Jahr zu Sprossen mit Blüten entwickeln.
Der botanische Name des Rosenkohls lautet Brassica oleracea var. gemmifera. Erstmals wurde die Pflanze im 16. Jahrhundert in Belgien angebaut. Daher trug sie auch ursprünglich den Namen Choux de Bruxelles bzw. Brüsseler Sprossen oder Brüsseler Kohl. Hauptanbaugebiete des Rosenkohls sind heute Großbritannien, Frankreich und die Niederlande.
Anbau, Aussaat, Mischkultur und Pflege von Rosenkohl
Ab April kann der Samen des Rosenkohls direkt im Freiland ausgesät werden. Bis Ende Juni muss man die kleinen Pflänzchen verpflanzen, damit sie genügend Platz haben, um sich zu entwickeln. Der richtige Zeitpunkt für das Verpflanzen ist sehr wichtig, da ein zu früher Termin dazu führen kann, dass sich keine festen Röschen entwickeln, während die Röschen sehr klein bleiben, wenn man ihn zu spät verpflanzt. Die Pflanzen sollten mindestens einen Abstand von 60 Zentimeter voneinander haben. Beim Verpflanzen muss darauf geachtet werden, dass die Jungpflanzen genügend tief eingepflanzt und ausreichend angegossen werden.
Vitamin- und Mineraliengehalt von Rosenkohl
Rosenkohl enthält viel Vitamin C, B-Vitamine, Betacarotin, Folsäure sowie Kalium, Calcium und Eisen. Außerdem ist der Rosenkohl sehr ballaststoffreich. Dem Rosenkohl wird aufgrund der in ihm enthaltenen Pflanzenstoffe eine Wirkung nachgesagt, die dazu dienen soll, Krebserkrankungen zu verhindern. Auch zur Vorbeugung vor Magengeschwüren und zur Senkung des Cholesterin- und Blutzuckerspiegels ist der Rosenkohl hilfreich.
Verzehr und Verarbeitung des Rosenkohl
Ab September bis in den Dezember hinein kann der Rosenkohl geerntet und frisch verwendet werden. Die Röschen müssen vorsichtig von oben nach unten vom Strunk abgepflückt werden. Nach der Reinigung können die Röschen gegart oder auch als Salat verzehrt werden. Die winterharten Pflanzen können in einem nicht zu frostigen Winter auch den ganzen Winter über immer wieder frisch abgeerntet werden, wenn die Pflanzen geschützt sind. Rosenkohl kann eingekocht und problemlos eingefroren werden.
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