Weißkohl, Weisskohl, Brassica oleracea
Deftig und gesund, der Weißkohl aus dem Garten
Der Weißkohl ist das typische Wintergemüse, denn er liefert uns gerade in der Jahreszeit, in der das frische Obst und Gemüse vorwiegend aus Treibhäusern stammt, noch wichtige Vitamine, Ballaststoffe und Mineralien direkt aus dem Garten. Besonders bekannt ist er aber in der Form des sehr gesunden Sauerkrauts, zu dem sich der Weißkohl hervorragend konservieren lässt.
Je nach Region wird der Weißkohl auch als Kraut oder Kappes bezeichnet. Sein botanischer Name lautet Brassica oleracea. Varianten des typischen Weißkohls mit ausgeprägt runden Köpfen sind in Norddeutschland der Amager mit einer eher platten Kopfform und in Süddeutschland der eher oval wachsende Spitzkohl und das Filderkraut.
Die ursprüngliche Form des Weißkohls ist der wilde Meerkohl, der schon sehr früh in der Geschichte in den Küstenregionen Großbritanniens und Frankreichs gezogen wurde. Daher war das Gemüse auch schon bei den Kelten besonders geschätzt. Die gezielte Züchtung der ersten Kohlsorten erfolgte ab dem Mittelalter vorwiegend in Nordeuropa. Die Pflanze gedeiht nur in kühlen Regionen gut, da es die Kälte ist, die beim Kohl die Blüte auslöst.
Aussaat und Pflege des Weißkohls
Die Aussaat erfolgt in Reihen mit einem Abstand von 15 Zentimetern in flachen, etwas fünf Millimeter tiefen Rillen, die man leicht mit Erde bedeckt. Sobald sich junge Pflänzchen zeigen, müssen sie ausgedünnt und vereinzelt werden. Besonders der Herbst- und Winterkohl benötigt später einen Abstand von 60 Zentimetern, um seine großen Köpfe entwickeln zu können. Der Boden darf niemals austrocknen und muss daher regelmäßig feucht und locker gehalten werden, damit keine Pflanzenkrankheiten entstehen können. Aus diesem Grund müssen auch die welken Blätter regelmäßig entfernt werden.
Der Kohl bevorzugt eine windgeschützte Lage und einen tiefgründigen Boden, der lehmig und humos ist. Eine Düngung im Frühjahr und im Herbst sowie während der Wachstumsphase begünstigt die Entwicklung.
Inhaltsstoffe von Weißkohl
Kohl ist dafür bekannt, dass er über reichhaltige Nährstoffe verfügt und daher sehr gesund ist. Er enthält große Mengen an Vitamin C und stärkt damit in den Wintermonaten die Abwehrkräfte. Darüber hinaus ist im Kohl sehr viel Kalium und Calcium sowie Magnesium enthalten.
Ernte und Verwendung des Weißkohls
Wenn sich die Kohlköpfe gut entwickelt haben, und der Zeitpunkt ist abhängig von der Aussaat, dann entfernt man die äußeren Blätter und erntet nur die festen, darin enthaltenen Köpfe. Die späten Sorten, die über den Winter gelagert werden sollen, gräbt man mit samt den Wurzeln aus. Die ideale Lagerung erfolgt aufgehängt, mit dem Kopf nach unten, in einem kühlen und nicht zu hellen Raum.
Der Weißkohl ist bekannt als die Grundlage zur Herstellung des Sauerkrauts. Er kann aber auch frisch in vielfältigen Formen zubereitet werden, zum Beispiel als Krautsalat, als gedünstetes Gemüse oder n vielen Aufläufen. Eine sehr herzhafte und bekannte Zubereitungsform sind Kohlrouladen, die auch als Krautwickel bekannt sind.
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