Die Zwiebel: Das älteste Gemüse der Welt
Zwiebeln aus dem eigenen Garten
Allium cepa, so lautet der botanische Name unserer Zwiebel, je nach Region nennt man sie auch Bolle oder Zipolle. Dokumente aus dem antiken Ägypten, aus Rom und aus China beschrieben bereits dieses gesunde und schmackhafte Gemüse. In Mitteleuropa verbreitete sich die Zwiebel im Mittelalter und wurde schon im 15. Jahrhundert in den Niederlanden in einem großen Umfang angebaut. Ursprünglich aber stammt die Zwiebel aus dem west- und mittelasiatischen Raum.
Die Zwiebel gehört zur Familie der Liliengewächse und ist ein Lauchgemüse. Die Blätter haben daher die Form von breiten Röhren, die Blüten sind kugelförmig und weiß. Die Zwiebel ist eine zweijährige Pflanze, die in vielen unterschiedlichen Sorten in Erscheinung tritt. Neben der Speisezwiebel sind die Schalotte und die Winterheckezwiebel die bekanntesten Sorten.
Anbau und Pflege der Zwiebel
Erntereif sind die Zwiebeln dann, wenn das Laub von selbst umknickt. Man kann sie dann mit der Grabegabel aus der Erde heraus heben und einige Tage auf dem Beet liegen lassen, damit sie abtrocknen können.
Inhaltsstoffe der Zwiebel
Zwiebeln sind sehr nährstoffreich und enthalten große Mengen an Kalium und Calcium. Aber auch Zucker ist in hohen Konzentrationen in der Zwiebel enthalten. Die schwefelhaltige Aminosäure Isoalliin ist schuld daran, dass die Zwiebel beim Schneiden für ordentlichen Tränenfluss sorgt. Außerdem enthält die Zwiebel Vitamin C und B sowie ein natürliches Antibiotikum.
Verzehr und Verarbeitung der Zwiebel
Nach der Ernte und dem Abtrocknen lässt sich die Zwiebel am besten aufbewahren, indem sie mit dem Laub gebündelt aufgehängt wird, und zwar am besten an einem luftigen Ort, damit sie gut trocknen kann, ihr Inneres aber dennoch frisch bleibt. Die Verwendung der Zwiebel ist ausgesprochen vielfältig. Sie ist roh, wie gekocht oder gebraten eine ideale Speisewürze, kann aber auch als eigenständiges Gemüse gekocht und verzehrt werden.
Als Naturarznei ist die Zwiebel ebenfalls vielfältig einsetzbar. Sie hat eine verdauungsfördernde, schleimlösende und blutreinigende Wirkung. Als Tee hilft sie gegen Erkältungskrankheiten, in einer Kompresse lindert sie Ohrenschmerzen und eine durchgeschnittene Zwiebel, die mit der Schnittseite auf einen Insektenstich gelegt wird, verschafft sofort Linderung. Bild: wrw /pixelio.de
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