Eine Blumenwiese anlegen
Als Sommermärchen mit vielen bunten Farben präsentiert sich eine Blumenwiese. In diesem Lebensraum fühlen sich Schmetterlinge, Hummeln, Bienen und Käfer besonders wohl. Zahlreiche Vögel finden sich ein und vielleicht gesellen sich auch noch Eidechsen, Blindschleichen oder sogar Igel dazu.
Eine Bluenwiese ist nicht nur ein optischer Höhepunkt jedes naturnahen Gartens, sondern ebenso Lebensraum für unzählige Tiere, die Nahrung finden können.
Eine Blumenwiese ist eigentlich der Inbegriff einer vollkommenen Welt. Wer sehnt sich nicht danach?
Planung einer Blumenwiese im Garten
Vielleicht ist es deshalb besser, ein Stück vom Rasen zu belassen, um dort Aktivitäten nachgehen zu können. In der Sonne werden die Blumen um die Wette blühen, schattige Plätze sind eher ungeeignet. Die Bestimmung der Bodenfeuchte, ob eher trocken oder nass, wird für die Auswahl der Blumensaat gebraucht.
Der Fachhandel bietet spezielle Mischungen an. Nur wer sich wirklich daran hält, erlebt keine böse Überraschung. Wiesenblumen sind eigensinnige Geschöpfe. Sie entfalten sich nur dort, wo sie ihre Lieblingsbedingungen vorfinden. Wo nicht, lassen sie es lieber sein.
Für eine Feuchtwiese eignen sich zum Beispiel das Wiesenschaumkraut und die Sumpfdotterblume. Odermennig, Margeriten und das Seifenkraut mögen lieber einen trockenen Stand.
Blumenwiese auf Brachland anlegen
Je magerer der Boden, desto besser. Deshalb unbedingt auf jede Art Düngung verzichten. Das Erdreich wird aufgelockert und geglättet und die Samen nur wenige Millimeter in den Boden gerecht. Mit einer Walze oder mit Hilfe von Brettern erfolgt die Festigung der Erde.
Die ersten sechs Wochen sollte der Boden nicht austrocknen, deshalb stets gut wässern.
Eine Rasenfläche in eine Blumenwiese umwandeln
Die komplette Grasnarbe entfernen muss nicht unbedingt sein. Im Prinzip verwandelt sich jeder Rasen zur Wiese, sobald nicht mehr gedüngt und nicht mehr so oft gemäht wird. Viel effektiver ist jedoch auch hier die Aussaat, damit viele verschiedene Blumen wachsen.
Dazu wird im Herbst oder im zeitigen Frühjahr zunächst vertikutiert. Wie beim Rasenlüften kann man noch Löcher in den Boden stechen und diese mit Sand ausfüllen. Nach dem Ausbringen der Saat wird der Boden noch gefestigt und gewässert. Der Rasenmäher ist nicht mehr wichtig, denn ein einmaliges Mähen im Herbst genügt, idealerweise mit einer Sense. Der Schnitt wird entsorgt oder dient getrocknet als Heufutter für Meerschweinchen oder Kaninchen, falls vorhanden.
Es kann bis zu 5 Jahren dauern, bis sich ein eintöniger Rasen zu einem Blütenmeer gewandelt hat. Eventuell muss bei Bedarf zwischendurch noch mal nachgesät werden.
Foto Blumenwise: Violetta Honkisz / shutterstock.com
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