Heizungen für ein Gewächshaus

In einem völlig unbeheizten Gewächshaus lassen sich Pflanzen bei einer Außentemperatur von bis zu etwa -4 ° C vor Frostschäden schützen. Lediglich robuste Salat- und Gemüsepflanzen, bzw. Kübelpflanzen können auch bei niedrigeren Außentemperaturen im Gewächshaus verweilen.

In der Regel beginnt die Saison für Salate, Radieschen und Möhren mit der Aussaat im März. Für Paprika und Tomaten kann es erst im Mai so richtig losgehen.

Möglichkeiten der Wärmegewinnung ohne Heizung

Für einen etwas früheren Start in gut isolierten Gewächshäusern reichen für die Übergangszeit Wärme ausstrahlende Packungen aus Mist oder Kompost aus. Auch mit dem Aufstellen einiger brennender Grablichter lassen sich die letzten Frostnächte überbrücken.

Darüber hinaus gibt es schwarze Polyethylenschläuche, die mit Wasser gefüllt auf dem Boden des Gewächshauses ausgelegt werden. Die etwa 7 cm dicken Schläuche erwärmen sich im Laufe des Tages, selbst wenn die Sonne nicht scheint, denn ihnen reicht die Lichteinstrahlung. Die schwarzen Schläuche geben die gespeicherte Wärme in der Nacht nach und nach frei.

Anschluss an die Hauszentralheizung

Mit einer installierten Heizvorrichtung weitet sich die Pflanzsaison auf das ganze Jahr aus. Wird dadurch das Gewächshaus im Winter zur frostfreien Zone, eignet es sich wunderbar als Überwinterungsplatz für empfindliche Kübelpflanzen.

Die bequemste Lösung ist die Ankopplung an die Zentralheizung des Hauses. Damit ist sogar eine Dauerkultur von Salat und Gemüse möglich. Ein Thermostat stellt sicher, dass die Temperatur auch im Winter nicht unterhalb von 12° C fällt.

Elektrische Gebläseheizungen

Obwohl elektrische Gebläseheizungen von der Anschaffung her recht preiswert sind, stellen sie aufgrund der gestiegenen Strompreise bei längerem Gebrauch einen erheblichen Kostenfaktor dar.

Deshalb sind sie eigentlich nur für eine kurzfristige Beheizung in den Übergangsperioden sinnvoll. Zudem müssen sie für Feuchträume geeignet sein.

Weitere Heizungsmöglichkeiten für Gewächshäuser

Bei dem Einsatz von Propangas und Petroleum als Gewächshausheizung bedarf es ständiger Lüftung. Früher waren Gewächshäuser sehr oft mit Holz-, Kohle- oder Ölöfen ausgestattet. Dazu wird allerdings ein Kamin für den Abzug des Rauches benötigt, den ein Schornsteinfeger abnehmen und regelmäßig fegen muss. In einem modernen Gewächshaus lässt sich ein Einzelofen als Heizquelle deshalb nur schwer integrieren.

Für Anlagen, die mit Solar- oder Windenergie gespeist werden, fehlt es leider immer noch an geeigneten Konzeptionen und somit auch an tatsächlich ansprechenden Angeboten.


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