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Grabpflege rund ums Jahr | Grabbepflanzung, Grabgestaltung

Grabpflege und Grabgestaltung

HerbstschaleDer Tod eines geliebten Menschen ist ein einschneidendes Erlebnis und oft nicht zu erfassen. Der Schmerz scheint unendlich und es dauert lange, bis der Trauernde wieder am Leben teilnehmen kann.

Bei einer Erdbestattung sind der erste Grabschmuck, die Trauerkränze, Gestecke und Sträuße der Hinterbliebenen. Bereits nach ca. 2 Wochen sind die Trauerbuketts und Kränze verblüht und das Grab wird eingeebnet. Nun kann mit einer provisorischen Gestaltung des Grabes begonnen werden. Eine dauerhafte Grabanlage ist erst nach frühesten 6 Monaten anzulegen. Ebenso sollte der Grabstein auch dann erst platziert werden, da sich das Erdreich noch setzt. Wer dann die Grabpflege nicht der Friedhofsgärtnerei überlassen möchte, kann das Grab stilvoll selbst gestalten. Ist das Grab des Verstorbenen abgesackt, muss es mit neuer Graberde oder humusreiche Blumenerde neu aufgefüllt werden.

Ganz gleich ob ein Grab neu angelegt, die Bepflanzung geändert oder umgestaltet wird, immer ist dabei zu beachten, dass die Würde des Friedhofs gewahrt bleibt. Die Gestaltung des Grabes sollte sich der friedlichen Umgebung anpassen. Einige wichtige Einschränkungen müssen jedoch beachtet werden, denn jede Gemeinde hat Gestaltungsvorschriften. Ein Grab ist nicht nur die letzte Ruhestätte, sondern ein gepflegter Ort, an dem die Erinnerungen leben und wir den Verstorbenen unsere Zuneigung noch über den Tod hinaus erweisen. Eine liebevolle Grabpflege und ein stilvoller Grabstein sind Ausdrucksformen der bestehenden Liebe. Schön wäre es das Grab immer wieder zu besuchen, wenn die Sehnsucht nach einer Zwiesprache groß ist.

Grabgestaltung nach Jahreszeiten

HerbstgrabDoch oft ist der Weg zu weit oder die Zeit durch den Berufsalltag nicht gegeben. Deshalb sollte die Grabbepflanzung nicht zu pflegeaufwändig sein. Auch eine pflegeleichte Grabstätte kann wunderschön aussehen. Für eine Erleichterung sorgen winterharte mehrjährige Stauden und Beetblumen. Häufig werden dann die Lieblingsblumen des Verstorbenen gepflanzt oder Blumen in der Lieblingsfarbe in den Boden gesetzt. Darüber hinaus haben viele Blumen und Farben eine symbolische Bedeutung.

Zur Gestaltung der Grabstätte sollten Bodendecker, Blumenbeet und Rahmenbepflanzung gehören. Allerdings bieten Urnengräber meist nicht den Platz für Bodendecker oder Gehölz. Doch als Alternative gibt es wunderschöne Blumendekorationen, die um die Urne gelegt werden. Urnenbücher sind ebenso eine wunderbare Idee, die Gestecke selbst zu gestalten. Zudem ist die Pflanzenordnung ein wichtiger Teil der Trauerbewältigung, denn oft sprechen die Pflanzenformen eine besondere Sprache. Sie symbolisieren je nach Form: Ewige Verbundenheit, Trauer, Liebe, Zuneigung, Vergänglichkeit, christliche heilige Dreifaltigkeit sowie Beginn und Licht.

Rahmen- und Bodenbepflanzung auf dem Grab einer Erdbestattung

Die Grabbepflanzung wird höhengestuft angelegt. Höher wachsende Sorten werden im Hintergrund gepflanzt und niedrig wachsende Sorten für den vorderen Bereich verwendet. Durch eine Rahmenbepflanzung erhält das Grab Struktur. Nadelgehölzer oder Stauden sind eine gute Wahl. Sie werden meist rechts und links vom Grabstein angeordnet. Es eignen sich kleinwüchsige oder langsam wachsende Gehölze. Dazu zählt die Zwergkiefer, der Buchsbaum als Pyramide oder Kugel geschnitten, Eibe, japanischer Ahorn, winterharte Azaleen oder Muschelzypresse.

Neben Rindenmulchflächen oder einem Kiesbett ist eine Bodenbepflanzung häufig auf dem Friedhof zu sehen. Bei der Pflanzplanung muss jedoch bedacht werden, wie oft das Grab im Jahr neu gestaltet wird. Ist ein jahreszeitlicher Wechsel vorgesehen, sollte eine pflegeleichte bodendeckende Grundbepflanzung ausgewählt werden. Flachwachsende immergrüne und winterharte Bodendecker sind für Grabflächen sehr gut geeignet. Die anspruchslosen Pflanzen gibt es in vielen Farben und Wuchseigenschaften. Sie wachsen nicht so schnell hoch, beschatten den Boden und bilden einen dichten Pflanzteppich. Durch sie wird das Unkraut erstickt und ein mühevolles Jäten ist nicht mehr nötig. Zudem wirken sie als beruhigendes Element auf der Grabstätte. Bodendecker gibt es in vielen Arten. Eine immergrüne bewährte Art für Halbschatten und Schatten ist z. B. die Zwergmispel, Efeu, rote Teppichbeere, Immergrün oder Thymian. Hellgrüne und dunkelgrüne Bodendecker im Wechsel setzen wunderschöne Akzente.

Ein Blumenbeet als Grabbepflanzung

Blumenbeet Grab im HerbstMeist wird eine Fläche inmitten der Bodendecker nach Jahreszeit bepflanzt, doch auch mehrere Flächen mit blühenden Pflanzen geben dem Grab ein beeindruckendes Aussehen. Pflanzfläche, Lichtverhältnisse und die Pflegeintensität müssen bedacht werden. Die Pflanzen sollten robust sein, da sie gegen den Wurzeldruck umliegender Bäume standhalten- und auch Trockenperioden überstehen müssen. Die Saisonbepflanzung kann nach individuellen Wünschen erfolgen.

Jede Jahreszeit hat ihren eigenen, speziellen Reiz. So kann das Beet mit einfarbigen Saisonblumen dekoriert werden oder sich als bunt gemischtes Strukturbeet bildschön hervorheben. Farblosigkeit gehört nicht zu einer guten Grabgestaltung, denn es muss ein positives Gesamtbild entstehen. Grabmal, Umgebung, Blüten- und Blattfarben sollten miteinander harmonisieren. Eine gute Wahl sind Pflanzen, die zeitlich versetzt blühen, so sieht das Grab lange Zeit liebevoll geschmückt aus. Gepflegt und stilvoll passt sich das Grab der Natur an, wenn die Bepflanzung den Charakter der Jahreszeit wiedergibt.

Grabgestaltung zur Frühlingszeit

Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen beginnt die Zeit der farbenfrohen Blumen. Die Tage werden länger und die sonst so dunklen Gräber, gepflanzt mit Stiefmütterchen, Hyazinthen, Tulpen, Vergissmeinnicht, Veilchen oder Narzissen sehen in der Friedhofslandschaft freundlich aus.

Grabbepflanzung in der Sommerzeit

Wenn die Eisheiligen im Mai vorbei sind, beginnt die Pflanzzeit für den Sommer. In dieser warmen Jahreszeit steht eine große Menge an Pflanzen zur Auswahl. Z. B. viele Begonienarten, Federbusch-Hahnenkamm, Buntnessel, Fuchsia, Zwergdahlien, Kappaster, Sonnenblumen oder kleine Rosenstöcke.

Allerdings sind wir nun in der „Herbstzeit" angekommen und der Winter steht vor der Tür. Der Sommer hat Abschied genommen und die langen Tage sind vorbei. Die meisten Sommerpflanzen sind verblüht. Widerstandsfähige Pflanzen können noch in den frostfreien Boden gepflanzt werden. Allerdings müssen erst einmal die einjährigen Sommerpflanzen vom Grab und die Stauden brauchen einen Rückschnitt. Für eine ausgezeichnete saisonale Herbstgestaltung sorgen verschiedene Herbstblüher sowie Eriken, Callunen, Chrysanthemen, Gaultherien, Silberblätter und Alpenveilchen. Für alle, die schon an das Frühjahr denken, können winterharte Züchtungen der Stiefmütterchen und Hornveilchen gepflanzt werden. Im zeitigen Frühjahr werden die Pflanzen sehr schöne gelbe, rote und orange Blüten zeigen. Doch noch ist Herbstzeit nicht vorbei und drei besinnliche Gedenktage sind nicht mehr weit entfernt.

Grabbepflanzung im Herbst

Allerheiligen, Aller Seelen und Totensonntag sind ganz besondere Gedenktage. Es wird an die Heiligen sowie nicht Heiligen gedacht und an die Seelen der Verstorbenen. An diesen Tagen besuchen die Menschen schon seit langer Zeit die Gräber ihrer verstorbenen Angehörigen und Bekannten. Zu diesen Anlässen wird frischer Grabschmuck auf das Grab gelegt oder gepflanzt. Grabgestecke und Grablichter gehören schon lange zur Tradition.

Mit dem Grabschmuck wird die Verbundenheit gegenüber den Verstorbenen zum Ausdruck gebracht. Ein Gesteck mit frischen- oder trockenen Blumen, ein Strauß Blumen oder eine Grabschale setzen Zeichen der Trauer. Violette und weiße Blumen sind für die bedeutsamen Tage besonders aussagekräftig. Die weiße Lilie ist ein besonders beliebter Grabschmuck. Diese Blume symbolisiert den Glauben und die Reinheit. Oft werden auch Trockenblumen, meist Exoten für die Gedenktage verwendet. Jede exotische Blume, die sich trocknen lässt, kann in Steckunterlagen oder in Trocken-Steckschaum als Grabschmuck verwendet werden.

Für die Verarbeitung von Frischblumen ist Nass-Steckschaum die richtige Wahl. Grabschmuck selber basteln bringt den Hinterbliebenen ein Stück schöne Erinnerung. Geschmackvolle Unterlagen und Kranzringe sind in Blumenläden oder Gartencenter erhältlich. Außer Blumensträuße, Gestecke und Schalen, wird auch anderer Grabschmuck auf das Grab niedergelassen. Sowie kleine Kreuze, Steine mit Trauersprüchen, Engel, betende Hände oder gebleichte Kiefernzapfen sind nur ein kleines Beispiel aus dem vielfältigen Sortiment.

Ebenso kann das Beet mit neuen winterharten Pflanzen neu dekoriert werden. Die Christrose und die Besenheide blühen auch im Winter in schönen Farbnuancen. Eine neue Bodenbepflanzung mit Purpurglöckchen, Spindelsträucher oder Schattengrün geben dem Boden ein frisches farbiges Aussehen.

Wie in so vielen Bereichen blieb auch die Zeit bei der Grabgestaltung nicht stehen. So sehen heute die Gräber stilvoller, strukturierter und moderner aus. Früher war auf viele Grabflächen eher ein chaotisches Durcheinander, heute sind alle Elemente in Formen oder Muster angelegt. Einzelne Felder mit weißem Kies aufgefüllt, gibt einen einzigartigen Kontrast zu einem dunklen Grabstein. Verschiedene farbige Sträucher bringen ein wenig Farbe in diese dunkle Jahreszeit hinein.

Fotos zur Grabgestaltung im Herbst

Grabgestaltung in der Winterzeit

Sind immergrüne Bodendecker schon gepflanzt, ersetzt der Pflanzenteppich das zeitaufwendige Abdecken mit Reisig. Ein wenig Mitleid haben schon die armen Pflanzen im Winter verdient. Denn sie müssen gegen Wind und eisige Temperaturen kämpfen. Und doch gibt es winterharte Pflanzen, die jedem Wetter trotzen. Die winterharte, mehrjährige Fuchsie sieht inmitten der Bodenbepflanzung edel aus.

Die Schneeheide mit ihren hellen rosa Blüten bringt frische Farbe auf das Grab. Sie blüht von Dezember bis Mai. Ebenso ist die winterharte Strauchveronika wunderschön und sie blüht zu den Gedenktagen. Gerade in der grauen Winterzeit sieht ein grünes und blühendes Grab frisch aus. Wenn die Temperaturen unter null Grad fallen, ist eine Bepflanzung mit Blumen nicht mehr möglich. Dann sind Schnittblumen Nelken, Rosen, Chrysanthemen, Schneerosen und Christrosen auf das Grab gelegt oder in Grabvasen gesteckt eine gute Alternative.

Tipps zur Grabpflege

Zu einer gewissenhaften Grabpflege gehört das Befreien von Verschmutzungen (Äste, Laub, Unkraut etc.), Schnitt der Pflanzen, Düngungen und regelmäßiges Gießen. Nur so bleibt das Grab immer gepflegt und anschaulich.

Eine pflegeleichte Alternative sind Pflanzschalen, Blumengestecke und Sträuße. Damit können zu jeder Zeit wunderschöne neue Akzente gesetzt werden. Heute gibt es viele ausgefallene Ideen für die Grabgestaltung. Wer ein wenig Hilfe braucht, kann auch einen Floristen um Rat fragen.

Allgemein gilt, dass die Pflanzen nicht über der Grabfläche hinauswachsen dürfen. Ebenso darf die Aufwuchshöhe das Maß von 2 Meter nicht übersteigen.


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Kommentare  

 
-1 #1 Sumfleth Margarete 2012-08-31 11:23
Frage:Was tun?Ich pflege ein Urnengrab mit einbetonierter Platte,sodass in der Pflanzfläche nur wenig Platz für Erde bleibt.Bodendecker überwuchern schon nach kurzer Zeit die ganze Platte.Alles andere wächst nicht.Außerdem hat das Grab keinen Schatten.
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