Hohe Gräser, Ziergräser

Hoch wachsende Gräser verleihen dem Garten ein elegantes Flair

Ein Garten, in dem nicht nur die bekannten, mitteleuropäischen Sträucher wachsen, sondern besondere Ziergräser, wirkt elegant und ein wenig exotisch. Besonders in kleinen Gären, die oft nicht genügend Platz für den ausufernden Wuchs von Sträuchern haben, bieten Gräser auch einen dichten und hübschen Sichtschutz und so manchen optischen Höhepunkt.

Pampasgras als Sichtschutz

Das wohl bekannteste und auffälligste unter den Ziergräsern ist das Pampasgras. Mit seinen hübschen rosafarbenen oder weißen Blütenbüscheln ist es ein Blickfang, der unbedingt einen Standort erfordert, an dem das Gras nicht durch andere optische Einflüsse beeinträchtigt wird. Sehr gut wirkt das bis zu 150 Zentimeter hohe Pampasgras am Teichrand oder auch am Rand der Terrasse. Es eignet sich hervorragend als Solitärpflanze, die eine Rasenfläche auflockert oder den Vorgarten dominiert.

Eines sollte aber jeder bedenken, der mit dem Gedanken spielt, das imposante Pampasgras in seinen Garten zu pflanzen. Die Halme sind extrem scharf an den Rändern und können tiefe Schnitte verursachen. In einem Garten, in dem sich Haustiere frei bewegen oder Kinder spielen, ist das Pampasgras daher nicht so gut geeignet.

Pampasgras benötigt einen sonnigen, warmen Standort und einen nährstoffreichen, durchlässigen Boden, um sich gut entwickeln zu können. Gleichzeitig muss der Boden um das Pampasgras immer gut feucht gehalten werden. Besonders in längeren Trockenphasen im Sommer muss man es daher regelmäßig gießen. Im Winter muss das Pampasgras gut vor Frost geschützt werden. Daher bindet man die Halme eng zusammen und deckt den Wurzelbereich mit Mulch oder Stroh ab. Nach dem Ende der Frostperiode schneidet man die Halme  des Pampasgras auf eine Länge von ungefähr 20 Zentimetern zurück.

Lampenputzergras als halbhoher Sichtschutz

Nicht so opulent, wie das Pampasgras, dafür aber sehr natürlich, erscheint das Lampenputzergras. Dieses Ziergras wird mit bis zu 120 Zentimetern ebenfalls sehr hoch und neigt dazu, stark zu wuchern. Daher bietet sich auch für dieses Ziergras ein Solitär-Standort an, da es dann seine Wirkung richtig entfalten kann.

In den Sommermonaten entwickeln sich viele wunderschöne silberbraune bis rötliche Blüten, die etwas puschelig wirken und an eine Reinigungsbürste erinnern. Daher trägt das Gras auch seinen Namen. Das Lampenputzergras stellt keine hohen Ansprüche an den Boden, benötigt aber einen sonnigen Standort. Obwohl das Ziergras winterfest ist, benötigt es ein wenig Schutz, indem man die Halme zusammen bindet und den Wurzelbereich ein wenig abdeckt. Im Frühjahr nach dem Frost schneidet man das Lampenputzergras bis zur Basis zurück. Es treibt besonders dann sehr schnell wieder aus, wenn es mit einem Rhododendrendünger gedüngt wird.


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