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Was ist Mulchen?
Gartenpflege - Grundbegriffe für die Gartenpflege

Was versteht man unter "Mulchen"? 

Im Gartenbau bezeichnet Mulchen eine spezielle Methode, die im Garten, in Parks und beim Obst- und Gemüsebau angewendet wird. Der offene Boden zwischen Gemüsepflanzen, Blumen, Sträuchern und Bäumen wird hierbei mit Rasenschnitt, Laub, Blattwerk, und ähnlichem bedeckt.

In Staudenbeeten und unter Sträuchern setzt man auch Rindenmulch aus zerkleinerter Rinde von Nadelbäumen, meist Fichten ein. Das Material sollte ausreichend lange, d. h. mindestens 3 Monate abgelagert sein, um sicher zu stellen, dass die phytotoxisch wirksamen Inhaltsstoffe der Rinde und des Baumharzes wie Gerbstoffe und Tannine bereits abgebaut wurden. Dabei ist es wichtig, vor dem Ausbringen der Mulchschicht eine Stickstoffausgleichsdüngung vorzunehmen. Diese Notwendigkeit beruht auf folgenden Vorgängen: während die Bodenorganismen die Rinde im Laufe der Zeit zu Humus abbauen, verbrauchen sie im Boden enthaltenen Stickstoff, einen der Hauptnährstoffe für Pflanzen. Sie bauen den Stickstoff in ihre Körpermasse ein, wo er den Pflanzenwurzeln nicht mehr zur Verfügung steht (=Stickstoffimmobilisierung). Damit die Pflanzen infolge dessen keinen Nährstoffmangel erleiden, muss der Stickstoff von außen zugeführt werden. Bewährt haben sich in Staudenpflanzungen Mengen von 50 bis 80g Hornspänen je Quadratmeter. Erst nach Verteilen dieses langsam und nachhaltig wirkenden, organischen Düngers wird die Rindenmulchdecke in einer Stärke von 5 bis 8 cm aufgebracht.

Der Mulch kann auch mit anorganischem Material wie Gesteinsmehl, Kies oder Schotter versetzt werden.

Bei Hitze werden damit die Wurzeln kühl gehalten, der Feuchtigkeitsverlust des Bodens vermindert und Unkrautwuchs gebremst. Bei starkem Regen wird durch die Mulchschicht die Verschlämmung des Bodens wie auch des Auswaschen, bei Wind Winderosion verhindert. Gleichzeitig wird die Mulchschicht nach und nach Kompostiert und der entstehende Humus wirkt als organischer Dünger: Regenwürmer und andere Kleinlebewesen bringen das Mulchmaterial in tiefere Bodenschichten ein und wandeln es in wertvolle Pflanzennahrung um. Nachteilig am Mulchen ist, dass durch die organischen Gartenabfälle auch Schneckenbefall begünstigt werden kann.

Quelle: www.wikipedia.de 

 
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