Heilwirkung Pestwurz
Aufgrund von archäologischen Funden nimmt man an, dass der Pestwurz schon in vorgeschichtlicher Zeit im medizinischen Bereich angewendet wurde. Bis zum Mittelalter wurde die Heilpflanze äußerlich bei bösartigen Geschwüren und Neubildungen eingesetzt.
Wie man an ihrem Namen erkennen kann, wurde sie auch zur Behandlung der Pest eingesetzt.
Weiterhin half sie damals gegen Nierenleiden, Asthma, bei Wurmbefall, zur Förderung des Eintritts der Menstruation oder heilungsfördernd auf Wunden.
Pestwurz wirkt krampflösend und entzündungshemmend
Gerade bei krampfartigen Schmerzen, wie sie bei Steinleiden der Harnwege oder der Gallengänge vorkommen, sind Pestwurz-Extrakte indiziert. Sie lindern die Krämpfe und verringern die Schmerzen.
Die krampflösende Wirkung des Pestwurz auf die Bronchien zahlt sich bei Asthma, aber auch bei chronischer Bronchitis oder Keuchhusten aus. Geht die Menstruation mit prämenstruellem Syndrom mit starken Krämpfen und Schmerzen der Gebärmutter einher, kann auch hier Pestwurz genutzt werden.
Der Wirkstoff Isopetasin hemmt die Herstellung von Leukotrienen und Freisetzung von Histamin, die eine wichtige Rolle bei Entzündungsreaktionen spielen, wie sie bei der Entstehung von Asthma und anderen allergischen Erkrankungen vorkommen.
Pestwurzextrakte wirken nachweislich vorbeugend bei der Entstehung von Geschwüren.
Erfahrungen haben gezeigt, dass durch die Behandlung einer Migräne mit Pestwurz sowohl Dauer als auch Frequenz eines Migräneanfalls nachlassen. Dies wird auf die gefäßerweiternde und entzündungshemmende Wirkung des Isopetasin zurückgeführt.
Außerdem wird es bei Unruhe und Schlaflosigkeit eingesetzt.
Heilpflanze nicht verkehrsfähig
Die Pestwurzelblätter sind nach § 5 Arzneimittelgesetz nicht mehr verkehrsfähig, da ihnen ein ungünstiges Nutzen/Risko-Verhältnis bescheinigt wurde. Produkte, die Pestwurz erhalten, sind teilweise dennoch in homöopathischer Verdünnung oder über den Import erhältlich.
In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Pestwurz nicht angewendet werden.
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