Arnika, Arnica montana
Arnika (Arnica montana) ist eine bekannte Heilpflanze, die in Deutschland allerdings auf der Roten Liste steht. Deshalb ist Sammeln in der freien Natur strengstens untersagt!
Beheimatet ist sie vornehmlich in bergiger Gegend, wie den Alpen, im Balkan, den Pyrenäen bis hinauf nach Skandinavien. Die Pflanze gehört der Gattung der Korbblüter an. Sie wird maximal 60 cm groß.
Bereits bei den Germanen wurde die Arnika hoch geschätzt, denn die Pflanze sollte gegen Blitzeinschlag, Zauber, Hexen oder übler Nachrede nachhaltig schützen. Hildegard von Bingen machte die Pflanze in unseren Breitengraden bekannt.
Standort und Anspruch von Arnika
Saure und magere Wiesen sind der ideale Standort für die Pflanze. Moorböden sind ebenfalls ein beliebtes Gebiet für die Arnika. Sie wächst in bergigen Gegenden. Durch die Gefährdung der Art wurde eine Pflanze gezüchtet, die auf Feldern kultiviert werden kann, um die Wildvorkommen zu schonen. Staunässe muss vermieden werden. Sie liebt die Sonne, feuchten, kalkfreien Boden.
Vermehrung von Arnika
Arnika zu vermehren ist kinderleicht. Entweder sie wird ausgesät, oder vorhandene Pflanzen werden einfach geteilt. Die Aussaat erfolgt im Frühjahr.
Pflege & Schnitt von Arnika
Die Arnika liebt einen sonnigen Standort. Während der Blütezeit von Mitte Juni bis August sollte allerdings gleißendes Sonnenlicht vermieden werden. Zuviel Sonne bewirkt Schnelles welken der Pflanze. Gegossen wird die Pflanze mäßig, Staunässe ist zu vermeiden. Geschnitten wird die Pflanze im Frühjahr.
Arnika wird auf Feldern angebaut, düngen ist eigentlich überflüssig, da die Arnika nährstoffarmen Boden bevorzugt. Wird Arnika in Töpfen gezogen, sollte Sie im Winter geschützt stehen und nur mäßig gegossen werden.
Allgemeines & Wissenswertes zur Arnika
Neben Prellungen und Entzündungen hilft Arnika auch bei arthritischen Beschwerden. Arnika wird meist nur äußerlich angewendet, da verschiedene Inhaltsstoffe toxische Wirkung haben. Aber auch hier wird von Hautreizungen berichtet. Allergische Reaktionen können möglich sein.
Inhaltsstoffe von Arnika
- Ätherisches Öl
- Bitterstoffe
- Gerbstoffe
- Cholin
- Azulen
- Thymol
- Arnidiol
- Kalzium
- Karotin etc.
Trocknen von Arnika
Wer Arnika mit der besten Wirkung sammeln möchte, sollte rund um Johanni auf die Suche gehen, denn zu dieser zeit hat sie die höchste Heilkraft. Arnikablüten kann man ganz einfach im Halbschatten langsam trocknen. Anschließend in dukle Gläser oder Dosen füllen und an einem dunklen Ort aufbewahren. Arnikatinkturen sollten kühl und dunkel stehen, um eine lange Haltbarkeit zu erlangen.
Arnikatinktur selbst gemacht
Eine Arnikatinktur kann man aus einer gepulverten Arnikawurzel und Weingeist herstellen. Hierfür nimmt man das Arnikapulver und setzt es im Verhältnis von 1 zu 20 mit Weingeist an. Die angesetzte Tinktur sollte ungefähr 2 bis 3 Wochen im Warmen stehen gelassen werden. Anschließend die groben teile herausfiltern. Danach ist die Tinktur zur Anwendung fertig. Übrigens: man kann die Tinktur auch statt mit gepulverter Wurzel, mit den Blüten der Arnika ansetzen. Hierfür sollte ein Mischverhältnis von 1:5 von Arnikablüten / Weingeist eingehalten werden. Das restliche Vorgehen ist wie oben beschrieben.
Die Arnikatinktur kann bei Gehirnerschütterung und Verwundungen eingenommen werden. Aber auch bei Heiserkeit , Insektenstichen, Krämpfen, Bronchitis oder Verdauungsproblemen sind wenige Tropfen der Arnikatinktur hilfreich.
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