Greiskraut, Senecio
Neben dem üblichen Namen Greiskraut, wird diese Pflanzengattung auch Kreuzkraut genannt. Sie kann zu der Familie der Korbblütler gezählt werden, welche rund 1000 verschiedene Arten zählt. Weltweit findet sich diese interessante Pflanzengattung.
Betrachten wir den botanischen Garten, können wir fest stellen, dass sich dieser aus dem Wort senex, was soviel wie Greis bedeutet, ableitet. Dieser Name ist wahrscheinlich entstanden, weil die die Haarkrone der Pflanze weisslich schimmert und daher an das Haar eines Greisen erinnert.
Pflanzenbeschreibung Greiskraut
Das Greiskraut ist eine ein-, zwei- oder mehrjährige krautige Pflanzen, die je nach Art bis zu 120 cm (manche sogar über 250 cm) Höhe erreichen können. Die Pflanzen wachsen bevorzugt an sonnigen Wegrändern, Hängen oder auf Wiesen. Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst Blätter aus, in Bodennähe wächst dann eine Blattrosette. Die wechselseitigen Laubblätter sind gestielt oder sitzend und fiederspaltig. Im Juli und August erscheinen die schönen gelben Blüten, die Blütenköpfe haben einen Durchmesser von ca. 15 – 25 cm. Bis in den Spätherbst entwickeln sich dann aus den Blüten die Samen.
Greiskräuter sind fast weltweit verbreitet. Bekannt sind in etwa 1250 Arten, diese können auch beschrieben werden. Das Senecio ist somit die artenreichste Gattung in der Blüten- und Pflanzenwelt.
Heilpflanze Greiskraut
Als Heilpflanze wird das Jakobs-Greiskraut gegen viele Arten von Schmerzen eingesetzt, selbst zur Krebsbehandlung wird es zur Zeit überprüft. Leider riskiert man aber mit der innerlichen Anwendung langfristig Leberschäden. Die Hauptanwendungsbereiche in der Heilkunde sind Entzündungen und Gelenkschmerzen, die Heilwirkung ist entzündungshemmend, gewebestärkend und schmerzstillend.
Vorsicht - stark giftig!
Für Tiere – Rinder, Pferde, Kühe, Schafe und Ziegen – ist es allerdings giftig, besonders für Pferde. Bei ihnen tritt die sogenannte Seneziose oder „Schweinsberger Krankheit" auf, die bei den Tieren zu Magen-Darm-Beschwerden, blutigem Durchfall, Verstopfung, Krämpfen und schwerer Leberschädigung bis zum Tod führen kann. Es führt zu schlimmen Symptomen und Leiden bei den Tieren.
Man geht heute davon aus, dass 2 – 4 kg des Krautes ein Pferd töten können. Dabei ist es ausreichend, dass die Pflanzen über einen längeren Zeitraum in kleinen Portionen gefressen werden.
Das gleiche gilt, wenn die Aufnahme über das Heu erfolgt.
Für Pferdebesitzer bleibt nur der Weg, die Weiden regelmäßig abzugehen, und die Pflanzen auszustechen, denn Mähen hilft nicht, es führt eher zum Gegenteil, da die Pflanzen nach dem Mähen – und dann noch mehr – wieder austreiben.
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